Great Ocean Road

Die K├╝ste entlang auf der Great Ocean Road

Die Blue Mountains und die weltber├╝hmte australische K├╝stenstra├če

Larry W. Lo (CC BY-SA 2.0 Lizenz via Flickr)
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Australien. Gut tut das, wieder westliche Gefilde um mich zu haben. So sehr man sich als Kulturenbegeisterter dann auch in Fremdes st├╝rzt und Neues ausprobiert, so sehr kann einem ein McDonalds oder ein Subway ein Freundengrinsen ins Gesicht zaubern. Nach Wochen frisch gefangenem d├╝nnem fijianischen Fisch-Wurzel-Bohnen-Essen versenke ich meine Z├Ąhne doch mit Genuss in einem stattlichem Burger! Die in Asien und auf Fiji verlorenen Kilos m├╝ssen ja schlie├člich wieder auf die H├╝ftenÔÇŽ Und da d├╝rfte es nach Australien wohl nur wenige L├Ąnder geben, in denen das einfacher geht.

Die Blue Mountains

Zur gleichen Zeit in Sydney sind auch Marisa und David, die ich vor gef├╝hlt unendlich weit entfernter Zeit in meinen ersten Tagen in Australien auf dem Great Barrier Reefkennengelernt hatte. So treffen wir uns wieder und haben uns selbstredend eine ganze Menge zu erz├Ąhlen. Sowohl die beiden als auch ich waren schon mehrere Male in Sydney und so bleib uns nicht mehr viel zu sehen. Die Blue Mountains jedoch, etwa vier Zugstunden vor der Stadt gelegen, haben wir drei noch nicht erkundet und so brechen wir fr├╝h am Tag auf. Wir haben das Gl├╝ck, an einem absolut perfekten Tag dort zu sein. Keine Wolke zeigt sich am Himmel, als wir die knapp 14 Kilometer mit jeder Menge Wasser auf dem R├╝cken und gez├╝ckten Kameras durch die Wildnis laufen. Die Berge und der umschlie├čende Nationalpark haben ihren Namen vom blauen Dunst, denn die Luft hier ist getr├Ąnkt mit ├Ątherischen ├ľlen aus Millionen von Eukalyptusb├Ąumen, deren feiner Nebel wie eine blaue Glocke ├╝ber den Weiten zu liegen scheint. Um die Jahrtausendwende herum wurde dieses Naturspektakel zum Weltnaturerbe der UNESCO erkl├Ąrt und ist seitdem vor Besiedelung und Abholzung gesch├╝tzt.

Hier dann entdecke ich dann nach Monaten Australien auch endlich meine erste Giftspinne, auf die ich dann auch gleich prompt fast drauf trete, sie nur ganz knapp verfehle. Schwein gehabt. Ansonsten begegnet uns auf der Wanderung mit der Ausnahme von hin und wieder mal ganz netten Ausblicken nicht viel. Zu geizig f├╝r eine gef├╝hrte Tour haben wir uns f├╝r die eigene Transportation entschieden und so mag uns vielleicht das ein oder andere entgangen sein. Die Three Sisters, drei ber├╝hmte Felsen am Rande der Berge entgehen uns aber dennoch nicht und geben ein sch├Ânes Motiv ab. Wer genau hinsieht, erkennt auf folgendem Foto kleine Gehbr├╝cken zwischen den Formationen.

Three Sisters
Three Sisters

Nach einer Woche in Sydney st├Â├čt Lisa zu mir. Mit sagenhafter zehnst├╝ndiger Versp├Ątung wegen Bodennebel in Dubai landet sie am fr├╝hen Morgen in Sydney. Die Wiedersehensfreude ist nat├╝rlich riesig und schon am n├Ąchsten Tag geht es auf Sydney-Sightseeing-Tour. F├╝r mich mittlerweile leider Routine, dementsprechend motivieren muss ich mich. Minderqualitative FlipFlops aus Fiji machen mir das Laufen zur H├Âlle, an beiden F├╝├čen scheuere ich mir Blasen und darf die kommenden Tage durch die Stadt humpeln. Nach weiteren vier Tagen Sydney geht es weitere zw├Âlf Stunden mit dem Nachtbus nach Melbourne, wo sich das Sightseeing ebenfalls wiederholt. Ich muss hier allerdings meine Meinung ├╝ber Melbourne widererwarten nach oben korrigieren, die Stadt entfaltet bei unserem Besuch ihren vollen Charme und nun verstehe auch ich, warum es mindestens genau so viele Melbourne-Fans wie Sydney-Fans gibt. Die Stadt hat was.

Die Great Ocean Road

Unser urspr├╝nglicher Plan, die weltber├╝hmte Great Ocean Road von Melbourne bis nach Adelaide zu nehmen, l├Âst sich bei den Preisvorstellungen australischer Campervanvermieter augenblicklich in Luft auf, das grenzt fast schon an Abzocke was dort f├╝r ein paar Tage Auto verlangt wird. Fast drei mal g├╝nstiger ist da die Automiete an der australischen Westk├╝ste, die ja auch noch auf unserer Agenda steht und so beschlie├čen wir, die Great Ocean Road an ihren wichtigsten Stationen mit einer Tagestour abzufahren. Stressig, gerafft, aber wenigstens mal dort gewesen!

Great Ocean Road
Die Great Ocean Road beginnt hier

Die Great Ocean Road schl├Ąngelt sich entlang der australischen S├╝dk├╝ste durch den Bundesstaat Victoria. Obwohl sie mit 243km L├Ąnge f├╝r australische Verh├Ąltnisse trotz des gro├čen Namens ein Zwerg ist, gilt sie als eine der bekanntesten und beliebtesten K├╝stenstra├čen der Welt. Zwischen 6,5 bis 7,5 Millionen Besucher besuchen j├Ąhrlich diese Stra├če, die zwischen Melbourne im Osten und Adelaide im Westen verl├Ąuft. Tendenz wie ├╝berall auf diesem Kontinent: Stark steigend. Dennoch begegnen uns an diesem Tag auf der Great Ocean Road relativ wenige Autos und somit zum Gl├╝ck auch relativ wenige Touristen.

Koala
Gipfel der Flauschigkeit: Koala

Highlights gibt es auf Grund schlechtem Wetters leider an diesem Tag nicht viele. Ein paar vereinzelte Koalas in den B├Ąumen, ein paar touristische kleine D├Ârfer in Strandn├Ąhe und eine eigentlich ganz sch├Âne aber leider sehr diesige K├╝stenstra├če. Vielleicht bin ich aber von Neuseelands Westk├╝ste in Sachen K├╝stenstra├čen auch einfach schon zu sehr verw├Âhnt. Sp├Ąter dann kl├Ąrt der Himmel doch noch auf und als wir zum ber├╝hmtesten Wahrzeichen der Great Ocean Road, den Twelve Apostles, kommen, zeigt sich nahezu keine Wolke mehr am Himmel. Diese gigantischen Felsformationen sind bis zu 60 Meter hohe, im Meer stehende Felsen aus Kalkstein. Die "zw├Âlf Apostel" wurden fr├╝her The Sow and Pigs (zu Deutsch: Die Sau und Schweine) genannt. Warum auch immer. Man geht davon aus, dass der heutige Name Zw├Âlf Apostel in den 1950er Jahren erstmals auftrat, obwohl es damals schon keine zw├Âlf mehr sondern nur neun Felsens├Ąulen gab. Eine wirkliche Erkl├Ąrung f├╝r den Namen ist aber auch das nicht. Neben dem Ayers Rock, den Whitsunday Islands und dem Opera House in Sydney sind sie die meistfotografierte Touristenattraktion des Kontinents Die Sonnenauf- und -unterg├Ąnge lassen die Felsen in der Brandung leuchten.

Great Ocean Road
Zwei der Zw├Âlf Apostel

Nach sonnigen vier Tagen Melbourne, vielen gelaufenen Kilometern, neuentdeckten sch├Ânen Pl├Ątzen, der Great Ocean Road und Lisas ersten leichten und nicht so leichten Sonnenbr├Ąnden heben wir am sp├Ąten Abend vom gr├Â├čten der drei Stadtflugh├Ąfen mit einem Vier-Stunden-Nachtflug ab. N├Ąchster Halt: Perth, Westk├╝ste!

Kommentarbereich anzeigen
  1. Norman F├Ârster am 4. April 2014 um 06:00 Uhr

    Willkommen im "Westen", viel Spa├č beim Burger essen und guten Flug!

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