Sydney

Sydney: Metropole aus dem Bilderbuch!

Die gr├Â├čte Stadt Australiens ist wahrlich der Himmel f├╝r Gro├čstadtfreunde

Jacques Grie├čmayer (CC BY 3.0 Lizenz via Wikimedia Commons)
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Nach den guten Erfahrungen mit Airbnb in Byron Bay haben wir kurzerhand beschlossen, in Sydney erneut zu Einheimischen zu ziehen. Eine Woche haben wir uns bei Cameron, Katrina und ihrem Mitbewohner Reuben eingemietet. Schon als Cameron uns die T├╝re ├Âffnet wird mir klar: Das wird eine heitere Woche! Nach einer dreizehnst├╝ndigen Busfahrt steht aber erst einmal eines an: Schlafen!

Unser Zimmer im Obergeschoss ist ger├Ąumig, sauber und hell. Direkt angrenzend haben wir ein eigenes Bad wie es aus jedem Hotelkatalog stammen k├Ânnte. Direkt im Anschluss an Bad und Zimmer steht eine gem├╝tliche Couch mit einem gro├čen Fernseher zum Heruml├╝mmeln. Reuben ist begnadeter Downloader und so steht uns eine schiere Unmenge an aktuellen Filmen und Serien zur Verf├╝gung.

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Wohne bei Cameron in Paddington

Diese Auswahl nutzen wir allerdings nicht, wir sind ja schlie├člich nicht zum Fernsehen hier. Im Untergeschoss schlie├čt sich eine moderne und voll ausgestattete K├╝che mit angrenzendem Esszimmer und Hinterhof mitsamt BBQ Grill an.

├ťber die Woche wachsen uns die drei, besonders aber Cameron und Katrina, unglaublich ans Herz. Wir werden zum Essen eingeladen, bekocht und mit Bier (endlich wieder Alkohol!) versorgt, wir lachen ohne Pause, lernen jede Menge ├╝ber Australien und lehren jede Menge ├╝ber Deutschland und ├ľsterreich. Melbourne droht schon jetzt in meinem Vergleich in die R├Âhre zu gucken, denn es hat weder Cam noch Trina. Sie werden mit das Beste sein, was ich aus Sydney mitnehmen werde, zwei ganz ganz wundervolle Menschen! Und schon jetzt steht f├╝r uns fest: Ich werde bei meinen zwei weiteren Besuchen in Sydney n├Ąchstes Jahr definitiv wieder bei Cam und Trina ├╝bernachten, diesmal aber nicht als zahlender Besucher sondern als Freund.

Sydney
Kerstin und ich in Sydney

Nach drei Tagen mit ausgesprochen fiesem Regenwetter aber wunderbarer Gesellschaft geht es am vierten Tag dann f├╝r Kerstin und mich auch endlich hinaus auf die Stra├če. Wir wohnen in Sydneys Stadtteil Paddington. Das ist einer der wohlhabenderen Bezirke der Stadt und das will in Sydney wahrlich was hei├čen. Unter 1500,- Euro im Monat gibt es hier nicht mal eine heruntergekommene Studentenbude. Kein Wunder, denn diese Gegend hier ist an Charme und Gem├╝tlichkeit wirklich schwer zu ├╝berbieten, ich kenne bisher nichts Vergleichbares. Es reihen sich kleine urige H├Ąuser im viktorianischen Stil aneinander, gelegentlich unterbrochen von niedlichen Cafes oder Lebensmittelm├Ąrkten. Das ganze hat den Charme eines gehobenen Londoner Vorortes, allerdings mit jeder Menge Sonne!

Auf Touristenroute in Sydney

Weiter geht es zum Sydney Harbour. Es warten die Touristenattraktionen Opera House, Harbour Bridge und der Royal Botanical Garden auf uns. Viel zu sagen gibt es dazu nicht. Tausend mal gesehen, nichts Neues. Wie bei allen Attraktionen muss man aber dennoch mal dort gewesen sein und sch├Ân sind sie ja dennoch!

Lars
Der legend├Ąre Lars

Im Botanischen Garten dann passiert, was passieren musste. Bisher habe ich diese Anekdote meiner Australien-Reise noch nicht erz├Ąhlt, aber jetzt muss sie einfach erz├Ąhlt werden: Einst auf einer D├╝ne in Rainbow Beach kennengelernt, in Noosa und auch in Byron Bay wiedergetroffen, l├Ąuft uns hier in der Millionenstadt Sydney der unterhaltsame und quirlige typische Bilderbuchdeutsche Rucksackreisende Lars ├╝ber den Weg. Wir unterhalten uns angeregt und stellen erneut fest: Die Welt ist klein und Australien ist kleiner. Lars verdient es, hier und jetzt verewigt zu werden! Vielleicht sieht man sich ja eines Tages in Deutschland oder irgendwo anders auf dieser blauen Kugel wiederÔÇŽ

Ich im Botanischen Garten
Entspannung im Botanischen Garten

Begleitet von in Sydney allgegenw├Ąrtigen M├Âwen schlendern wir zur├╝ck zum Opera House. Die Sonne ist herausgekommen und wir wollen es ÔÇôwenn denn schon mal in SydneyÔÇô den Trillionen asiatischen Touristen gleichtun und vor Sydneys Wahrzeichen mal so richtig Tourist sein und ein paar "Ich war hier"-Fotos schie├čen. Wie kreativÔÇŽ Auf dem Weg zur├╝ck f├Ąllt uns auf, wie wahnsinnig sportlich diese Stadt ist. Noch nie habe ich auf einem Fleck derart viele Menschen die verschiedensten Sportarten treiben sehen. So viele sind es, dass die Gehwege wie eine Stra├če mit Linien, Markierungen und manchmal sogar Hinweisen wie "Hier bitte langsam rennen" oder "Bitte nicht ├╝berholen" versehen sind. Das h├Ątte ich eher einer deutschen Kommune zugerechnet.

Und dann kommt der gro├če Pluspunkt: Sydneys Str├Ąnde. Noch nie zuvor bis heute habe ich eine Gro├čstadt mit Str├Ąnden erlebt. Und ich hatte nicht erwartet, dass man inmitten der Stadt solch sch├Âne Natur, solch klares Wasser und ja, sogar eine erstaunliche Ruhe vorfinden kann. Ich erwartete ├╝berlaufene Partystr├Ąnde mit Menschenreihen, ├╝berteuerten Sonnenschirmen und d├Ąmlichen surfenden Angebern. Letzteres durfte ich zwar auch erleben aber davon mal abgesehen sind Sydneys St├Ąnde ein wahrer Ort der Erholung und Entspannung.

Leben in einer Gro├čstadt und dann auch noch direkt am Meer? Das klingt perfekt f├╝r mich. In der Tat male ich mir im Kopf schon aus, dass ich vielleicht irgendwann mal das Gl├╝ck habe, in dieser Stadt leben zu k├Ânnen. Man nehme Miamis Skyline, Spaniens Wetter, Griechische Str├Ąnde, Londoner Architektur, Asiatische Gastfreundschaft und vielleicht noch einen Schuss skandinavische Lebensqualit├Ąt. Heraus kommt ein genialer Mix aus Sch├Ânheit, Lebensfreude und Offenherzigkeit gegen den es jede andere Stadt auf der Welt wohl schwer haben wird. Heraus kommt: Sydney!

Sydney Tamarama Beach
Sydney Tamarama Beach
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