Byron

Ein Surferparadies namens Byron Bay

Das kleine ruhige St├Ądchten ist Balsam f├╝r die Backpackerseele

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Manchmal muss man auch einfach mal einen Gang runterschalten. Und genau das machen wir! Wochen ├╝ber Wochen voller Eindr├╝cke liegen hinter uns und das Weiterreisen alle ein bis zwei N├Ąchte ist auf Dauer ausgesprochen anstrengend, Geist und K├Ârper kommen da einfach nicht mehr hinterher. Zeit also wird es f├╝r einige Tage Entspannung, in denen das Maximum der Gang zum Strand oder in den Supermarkt sein soll. Ausgesucht f├╝r sechs Tage Rast haben wir uns das kleine ehemalige Fischerd├Ârfchen Byron Bay, heute Surferzentrum der australischen Ostk├╝ste. Auf unserem Weg vom beschaulichen Noosa dorthin liegt allerdings noch Queenslands gr├Â├čte Metropole: Brisbane.

Queenslands Metropole Brisbane

Knapp zwei Millionen Einwohner leben im Ballungsraum Brisbane, nach den vielen kleinen St├Ądtchen der letzten Wochen f├╝r uns wahrlich eine Gro├čstadt. Vor etwas mehr als anderthalb Monaten habe ich hier erstmal australischen Boden betreten und es kommt mir vor wie eine unendliche Ewigkeit. Es f├╝hlt sich an, als w├Ąre ich schon Jahre hier und mit Brisbane verbinde ich wegen eben diesem Start etwas ganz besonderes. Als wir mit dem Bus am sp├Ąten Nachmittag einrollen, erkenne ich die Geb├Ąude und Pl├Ątze, die Gesch├Ąfte und Cafes wieder. Drei Tage, das hatte ich bereits sehr fr├╝h auf meiner Reise festgestellt, reichen f├╝r eine normale Gro├čstadt wie es Brisbane ist, v├Âllig und genau so lange haben wir auch vor zu bleiben. Sowohl Kerstin als auch ich haben eine riesen Liste an Dingen hier zu erledigen, die sich in den letzten Wochen aufgeh├Ąuft haben, denn vieles kann man eben doch nur in gr├Â├čeren St├Ądten erledigen. Das passt uns auch wunderbar in den Zeitplan denn so gem├╝tlich und entspannt Brisbane auch ist: Viel machen kann man hier nicht.

Byron Bay

Und so sind wir beide auch eigentlich ganz froh, als wir dann drei Tage sp├Ąter wieder im Bus sitzen. Gro├če St├Ądte zum Wohnen und Leben m├Âgen super sein, aber als Tourist bevorzugen sowohl Kerstin als auch ich dann doch eher die kleineren Nester, aber das ist f├╝r den geneigten Leser meines kleinen Blogs ja nichts neues. Mit abgehakter ToDo-Liste und einer notgedrungen neuen Outdoor-Kamera f├╝r teuer Geld geht es also los nach Byron Bay. KerstinsÔÇŽ pardon, unserer Faulheit ist es zu Verdanken, dass wir auf unsere sonst eigentlich recht erfolgreiche flexible Art, kurzfristig noch irgendwo ein sch├Ânes Hostel auszugraben, verzichten m├╝ssen. Byron Bay ist ausgebucht. Sch├Âne Schei├če, w├Ąre da nicht Airbnb, ein Dienst, den ich jedem Reisenden nur w├Ąrmstens ans Herz legen kann.

Aufgeschlossene Einwohner weltweit bieten hier ihre G├Ąstezimmer zur ├ťbernachtung an, die Preise pendeln (jedenfalls hier in Australien) nur leicht ├╝ber den Hostelpreisen, die Qualit├Ąt ist aber wesentlich h├Âher. Und so landen wir bei Raeleen, einer alleinlebenden Australierin mit gro├čem und sehr sch├Ânem Haus. Raeleen mag Betten und so stehen im ganzen Haus, welches wir komplett benutzen d├╝rfen, Betten herum. Auch auf ihrer Veranda vor ihrem Garten steht ein gro├čes Bett und wird von mir in den n├Ąchsten Tagen massiv in Beschlag genommen. Raeleen arbeitet tags├╝ber und ist auch privat viel auf Achse, sodass wir die ganze Woche ├╝ber ein komplettes Haus zur Verf├╝gung haben. Preis? 29,- Euro die Nacht pro Person. Noch Fragen?

Zu Beginn, so muss ich gestehen, entt├Ąuscht mich Byron Bay ein wenig und ich frage mich, wie wir es hier f├╝nf Tage aushalten sollen. Zwar ist das St├Ądtchen voller uriger kleiner alternativer Surferl├Ąden mit Klamotten und Krimskrams bis zum umfallen und auch jede Menge Cafes und Restaurants gibt es hier, aber der Strand ist massiv ├╝berlaufen, keineswegs sch├Ân und die Stadt scheint im Verkehr zu ersticken. Hier hat man sich wohl das amerikanische Unding, jeden Quatsch mit dem Auto erledigen zu m├╝ssen, abgeguckt. Wir lassen uns davon aber erst einmal nicht beirren und machen uns auf den Weg zum Leuchtturm. Byron Bays Wahrzeichen ist ein schneewei├čes Lichthaus am Cape Byron, dem ├Âstlichsten Punkt Australiens. Mit Fahrr├Ądern, von unserer liebenswerten Raeleen gratis zur Verf├╝gung gestellt, geht es das Cape bei knapp f├╝nfunddrei├čig Grad und wolkenlosem Himmel hinauf.

Byron
Der Weg zum Leuchtturm

Die Aussicht ist wirklich sch├Ân (siehe Titelbild) und wir vertilgen oben angekommen unser mitgebrachtes Eis als Belohnung. Nicht, dass wir nicht auch so genug S├╝├čkram essen w├╝rdenÔÇŽ Die Ern├Ąhrung leidet in den letzten Wochen massiv und dass ich nicht aufgehe wie ein Hefekuchen, das scheint eine gl├╝ckliche F├╝gung oder gute Gene zu sein. Danke, Mami! Als besonderer Spa├č stellt sich die Abfahrt heraus. Nat├╝rlich macht mit dem Fahrrad einen elend langen Aufstieg herunterrollen an sich schon einmal Spa├č. Wenn dann aber die mitfahrende Kerstin mit einem Fahrrad ohne wirklich funktionierende Bremsen fluchend den Berg heruntereiert, bleibt kein Auge trockenÔÇŽ

Doch dann erweist sich Byron Bay doch noch als der idyllische Ort, den wir uns vorgestellt hatten: Vom Leuchtturm aus war an der s├╝dlichen K├╝ste ein menschenleerer Strand zu sehen, der idealerweise auch noch in Laufweite zu Raeleens Haus zu liegen scheint und so machen wir uns auf den Weg zu ebendiesem.

Byron Bay
Allein auf weiter Flur

Der Strand ist wirklich menschenleer und bis auf ein paar dutzend knuffiger M├Âwen und einiger Strandkrebse sind wir dort alleine. Hier l├Ąsst es sich die n├Ąchsten Tage doch bequem aushalten und so wird der Strand auch f├╝r unsere restliche Zeit in Byron Bay der Mittelpunkt. Endlich wieder mit einer von zwei funktionierenden Kameras ausgestattet (die andere ist per Luftfracht aus dem fernen K├Âln auf dem Weg zu mir), kann ich auch wieder Bild und Ton einigerma├čen geb├╝hrend einfangen. Hier also abschlie├čend noch eine kleine schnelle Impression von einem der sch├Ânsten Str├Ąnde meiner Reise und gleichzeitig der Beweis, dass man auch mit wenig tun viel Spa├č haben kann. Denn weniger ist manchmal eben mehr!

Kommentarbereich anzeigen
  1. Kathi am 28. Mai 2018 um 06:49 Uhr

    Ich bin aktuell, also Ende Mai in Byron Bay. Es sind nur noch 20Grad und regnet ab und an. Vorteil ist, dass es recht ruhig ist und ich sowohl den ÔÇť Main BeachÔÇŁ, als auch all die kleinen L├Ąden stundenlang genie├če Kann also empfehlen im Winter hierher zukommen

  2. Norman F├Ârster am 17. November 2013 um 12:26 Uhr

    Was gibt es da schon gro├č zu sagen? Erhol Dich gut und mach das Wasser nicht schmutzig! Das ist so sch├Ân klar! Und immer auf die Ern├Ąhrung achten! :-)))

Mach uns gl├╝cklich! ­čą░

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