Westk├╝ste

Weit und wild: Australiens Westk├╝ste

Unendlich geradeaus: Unser Roadtrip an der Westk├╝ste beginnt!

Karte
Unsere Empfehlungen
Stefan Loose Reisef├╝hrer Australien

Stefan Loose Reisef├╝hrer Australien

Dein perfekter Reisebegleiter in Australien
Australien eVisitor online beantragen

Australien eVisitor online beantragen

Beantrage unkompliziert online dein Visum!

Perth? F├╝rÔÇÖs Erste geht es nur vom Flughafen zum Campervan-Verleih und blo├č aufs Land. Wir wollen Kilometer machen und nach Sydney und Melbourne ist uns beiden nach Stadtflucht. Die Stadt l├Ąuft nicht weg und wird in einigen Wochen noch auf Lisa und mich warten. Nach ein paar peinlichen Startschwierigkeiten mit unserem Automatikgetriebe (wir sind beide noch nie Automatik gefahren) rollt unser kleiner Minicamper vom Parkplatz.

Westk├╝ste
Wenn man Abends mal nicht aufpasstÔÇŽ

Unser Roadtrip an der Westk├╝ste beginnt!

Minicamper sind relativ neu auf Australiens Stra├čen. Es ist im Prinzip kein Campervan im eigentlichen Sinne, eher ist es ein moderner Kleinwagen mit auf das Dach montiertem Zelt. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Es wird eine Menge Benzin und damit Geld gespart und das Zelt auf dem Dach l├Ąsst sich in nicht mal zwei Minuten mit ein wenig ├ťbung ausklappen und ebenfalls noch einmal in unter zwei Minuten auch wieder zusammenklappen. Eine absolut geniale Erfindung, ben├Âtigt das Auto doch lediglich einen ganz normalen Gep├Ącktr├Ąger zur Montage. Auch die Nachteile erschlie├čen sich aber leider recht schnell: Einmal ausgeklappt m├Âchte man das Auto f├╝r den Tag nicht mehr bewegen, liegen doch schon Schlafs├Ącke und allerlei anderes Zeugs im ├╝brigens wirklich extrem ger├Ąumigen Zelt. Mal eben zum Supermarkt fahren oder sich Abends an einer anderen Stelle noch einmal einen Sonnenuntergang angucken entf├Ąllt damit leider. Unterm Strich f├╝r uns aber genau die richtige Wahl, wollten wir uns beide schlie├člich nicht mit einem sprittfressenden 80er-Jahre Bolliden herumschlagen m├╝ssen und die funktionierende und moderne Klimaanlage m├Âchte man bei Temperaturen jenseits der 50 Grad am liebsten den ganzen Tag vor Dankbarkeit abknutschenÔÇŽ

Sechstausend Kilometer der australischen Westk├╝ste liegen vor uns, als wir den Highway hinter Perth verlassen. Das iPhone angeschlossen und bis oben hin mit fiesester Trash-Musik a la Bruce Berger, Wolfgang Petri und PUR d├╝sen wir die ersten Kilometer der Sonne entgegen. Um die angepeilte Strecke in den drei Wochen zu schaffen, m├╝ssen wir am Tag etwa zwischen 300 und 500 Kilometer zur├╝cklegen. Stundenlang geradeaus, ohne Gegenverkehr und ohne Schaltung. Der Fu├č wird schwerer, der Blick unkonzentrierter. Gut, dass wir zu zweit sind und uns bestens zu unterhalten wissen. Viele viele dutzend toter K├Ąngurus, Ziegen, K├╝he, Schlangen und Spinnen an den Stra├čenr├Ąndern mahnen uns auch zu erh├Âhter Vorsicht. Teils verwest, teils von Geiern umringt, teils nur noch Skelette oder noch vollkommen aufgebl├Ąht kurz vorm Platzen passen sie auf skurrile Weise in die Szenerie, die klischeehaft-australischer nicht sein k├Ânnte.

Westk├╝ste
Was ist das bitte!?

Unser erster Stop sind die Pinnacles etwa 250 Kilometer n├Ârdlich der Stadt Perth gelegen. Die Herkunft dieser einzigartigen Kalksteins├Ąulen konnte Jahrzehnte lang nicht gekl├Ąrt werden. So entstanden die verr├╝cktesten Mythen ├╝ber Au├čerirdische und noch Abstruseres. Letztlich fand man ern├╝chternd heraus: Sie entstanden durch Pflanzenwuchs vor etwa 500.000 Jahren auf der langen Wanderd├╝ne. Beeindruckend sind sie dennoch, wirkt die Szene doch wie so oft aus einer anderen Welt, einem Film irgendwie. Die Hitze br├╝tet hier im Vergleich von Restaustralien merklich st├Ąrker und l├Ąsst einen ungeahnte Wassermengen trinken.

Die Pinnacles
Die Pinnacles

N├Ąchster Stop am Folgetag ist der Nambung Nationalpark mit seinen beiden Hauptattraktionen Z-Blend und The Loop. Die Jahrmillionen haben hier ein einzigartiges Flusstal in den Stein gegraben. Wir rasen am sp├Ąten Nachmittag ├╝ber die staubige unbefestigte Piste der Westk├╝ste und sind absolut angetan von der Tatsache, dass uns absolut niemand begegnet. Die Sonne steht tief, als wir auf den Parkplatz rollen. Gut ausgebaut mit einer gro├čen touristischen Infrastruktur aber absolut keine Menschenseele hier. Das hat fast schon was unheimliches, ist aber gleichzeitig wundersch├Ân.

Ich auf den Felsen
Einsames BlauÔÇŽ

Sowieso ist die Einsamkeit der st├Ąndige Begleiter an der australischen Westk├╝ste. Entgegen zur pulsierenden Ostk├╝ste schafft die Leere hier eine ganz eigene Faszination: Man hat einfach mehr das Gef├╝hl, im Bilderbuchaustralien zu sein. Vergleichbar vielleicht noch am ehesten mit den Weiten der USA begegnet einem hier auf hunderten ├╝ber hunderten Kilometern keine Menschenseele. Die massigen Roadtrains, bis zu 60-Meter lange Lastwagen, sind oft die einzigen Zeichen der Zivilisation. Sie sind absolut beeindruckend und erzeugen einen Sog, den unseren kleinen Camper mehr als nur einmal gef├Ąhrlich schlingern l├Ąsst. Roadtrains zu ├╝berholen ist eine Herausforderung und braucht auf Grund der schieren L├Ąnge dieser Monster auch eine Menge Zeit und vor allem Strecke. So kann es passieren, dass man Ewigkeiten hinter einem dieser Boliden h├Ąngt, weil sich trotz der unendlichen Einsamkeit keine M├Âglichkeit des ├ťberholens bietet.

Roadtrip Australien
Lisa allein auf weiter Flur

F├╝r uns geht es nach den Tagen zwischen Steins├Ąulen, einsamen Stra├čen und vielen vielen tiersischen Gesellen verschiedenster Gattungen weiter in das Naturschutzgebiet Shark Bay, die Haibucht. Nach unz├Ąhligen Kilometern auf der Westk├╝ste voller Stra├če, Hitze und schlechter Musik bietet sich f├╝r Lisa und mich dann auch endlich eine der Fotogelegenheiten, auf die jeder Australien-Reisende gewartet hat. Die muss an einem solchen herrlichen Tag nat├╝rlich genutzt werden: Vorsicht K├Ąngurus. Und nach so einem Foto realisiert man wieder einmal mehr: Ja, wir sind wirklich hier.

"Vorsicht K├Ąnguru"-Schild-Foto
Obligatorisch: "Vorsicht K├Ąnguru"-Schild-Foto
Kommentarbereich anzeigen
  1. Norman F├Ârster am 23. April 2014 um 18:23 Uhr

    Bloss keinem angefahrenen K├Ąnguru, das anscheinend tot ist, die Jacke mit allen wichtigen Dokumenten anziehen um ein "Spa├čfoto" zu machen. :-)))

  2. Norman F├Ârster am 23. April 2014 um 18:21 Uhr

    Beutelratte, Opossum (Didelphis marsupialis), Marsupilami? Sch├Ânen Roadtrip noch! Hier ist gerade der Himmel runter gekommen ...

Mach uns gl├╝cklich! ­čą░

Wir w├╝rden dir gerne mehr von unseren Reisen und allem, was dazu geh├Ârt, erz├Ąhlen. Dazu versenden wir (h├Âchstens!) einmal im Monat einen Newsletter. Wir w├╝rden uns sehr freuen, ihn auch dir zusenden zu d├╝rfen. Deine Daten sind bei uns nat├╝rlich sicher, das ist Ehrensache!

Wir lieben ReisenÔÇŽ

ÔÇŽaber wir lieben auch neue Technologie. Und dein Browser ist leider alt. Zu alt f├╝r unsere Seite.
Bitte f├╝hre eine Aktualisierung durch oder erw├Ąge einen Browserwechsel.

Impressum / Datenschutz