Das Kolosseum von Rom

Rom: Im Winter in der ewigen Stadt

Warum Rom am Tiber gerade im Winter eine Reise wert ist!

Karte
Kosten
88ÔéČ├ťbernachtung mit Fr├╝hst├╝ck
42ÔéČAbendessen
41ÔéČFlug ab K├Âln
41ÔéČViele Eintritte
20ÔéČStra├čenbahn Tickets
Die angegebenen Kosten beziehen sich auf den Preis pro Person,
es sind 4 ├ťbernachtungen enthalten.
Unsere Unterkunft
Pascià Room & Breakfast RomPascià Room & Breakfast RomPascià Room & Breakfast Rom

Pascià Room & Breakfast Rom

Recht einfaches, aber g├╝nstiges Hotel mit guter Anbindung
Unsere Empfehlungen
Roma Pass

Roma Pass

City Card f├╝r 48 oder 72 Stunden
Kolosseum, Forum Romanum & Palatin Rom

Kolosseum, Forum Romanum & Palatin Rom

Inklusive F├╝hrung mit Vorzugseinlass ohne Warten

Fr├╝h geht es los f├╝r mich. Es geht diesmal vom K├Âln/Bonn Airport nach Rom Ciampino. Das zwingt mich als Wahlhamburger zwar erst einmal noch zu einer etwa vierst├╝ndigen Zugfahrt in meine Heimatstadt K├Âln, die ist aber dank des Flixtrain sehr komfortabel und preiswert. Dort angekommen, bringt Ryanair meine gute Freundin Laura und mich in etwas unter zwei Stunden ├╝ber die Alpen in die italienische Hauptstadt. Wahnsinn! Das Boarding und auch der Flug verlaufen absolut reibungslos und z├╝gig. So landen wir am fr├╝hen Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein und f├╝r Mitte Januar mehr als ├╝ppige 18 Grad in Bella Italia.

Pigneto
Der Stadtteil Pigneto im S├╝dosten Roms

Unser s├╝├če Pension Unser Hotel┬áist im lebhaften Stadtteil Pigneto s├╝d├Âstlich des Stadtkerns gelegen. Das Viertel befindet sich┬ágerade so weit au├čerhalb, dass man noch eine sehr gute Anbindung in das Stadtzentrum hat. Es ist aber schon so dezentral gelegen, dass man in Restaurants, Cafes, Superm├Ąrkten und auch Unterk├╝nften einen vern├╝nftigen┬áPreis zahlt. Die gro├če Pizza gibt es hier f├╝r 5,00 EUR , den Cappuccino f├╝r 1,00 EUR . Im Stadtzentrum gibt es daf├╝r gerade ein St├╝ck aufgew├Ąrmte labberige Pizza und ein m├╝des L├Ącheln, dazu aber sp├Ąter mehr.

Pascià Room & Breakfast RomPascià Room & Breakfast RomPascià Room & Breakfast Rom

Pascià Room & Breakfast Rom

Recht einfaches, aber g├╝nstiges Hotel mit guter Anbindung

Januar: Sonne satt, kaum Touristen und leere Zimmer

Der Januar z├Ąhlt in vielen einschl├Ągigen Reiseforen zum Geheimtipp unter den Rom-Reisemonaten. Die Temperatur ist nat├╝rlich nicht mit dem sommerlichen Italien zu vergleichen, befindet sich aber im Schnitt zwischen 14 und 18 Grad. Mit Sonne liegt die gef├╝hlte Temperatur noch weit h├Âher. Der Kontrast zum kalten Deutschland zu Jahresbeginn aber l├Ąsst uns wahrhaftig wie im Sommer f├╝hlen. Der unglaubliche Vorteil dieser Zeit aber ist das Fehlen der Touristenmassen. In einer Stadt, in der man f├╝r bestimmte Sehensw├╝rdigkeiten auch gerne mal zwischen zwei und f├╝nf Stunden anstehen kann, h├Ątte man bereits nach dem Kolosseum, dem Forum Romanum, den Vatikanischen Museen und dem Petersdom mehr als zw├Âlf Stunden Wartezeit angeh├Ąuft. Wer will das schon? Und so verzichten wir von Anfang an lieber auf ein paar Grad Temperatur aber erhalten daf├╝r eine f├╝r r├Âmische Verh├Ąltnisse sehr touristenleere Stadt ohne nennenswerte Warteschlangen. Rom z├Ąhlt nach Paris und London unter Touristen zu den beliebtesten St├Ądten Europas. Die hunderte Meter Wartebereiche, die wir in diesen Tagen schnellen Schrittes und mit freier Bahn durchlaufen, zeugen von den ungeheuren Touristenmassen, f├╝r die diese Stadt ausgelegt ist.

Niedliche Unterkunft: Das Pascià in Pigneto

Hotel Rom
Sich f├╝hlen wie eine Prinzessin!

Das Pasci├á ist f├╝r auch in dieser Hinsicht ein Gl├╝cksfall. Die kleine Pension mit nur vier Zimmern beherbergt in dieser absoluten Nebensaison neben Laura und mir keine weiteren G├Ąste und so bekommen wir eine absolut herzliche und mehr als entspannte Begr├╝├čung der liebenswerten Besitzerin Alessandra und eine ausgedehnte Rundumberatung in Sachen Rom-Besuch. Das sich im selben Geb├Ąude befindliche Caf├ę bietet den G├Ąsten des Pasci├á ein morgendliches Mini-Fr├╝hst├╝ck aus einem gro├čartigen italienischen Kaffee und einem ├╝ppigen gef├╝llten Croissant unserer Wahl. Das ist nicht viel, aber es liefert genug Startkalorien und -koffein um kraftvoll in den Tag zu starten. Kostenfreies WLAN war f├╝r mich als Digitalnomade ein absolutes Buchungskriterium, es stellt sich jedoch recht schnell heraus, dass das versprochene Internet zu mehr als einer gelegentlichen Kurznachricht bei zuf├Ąllig hergestellter Verbindung nicht ausreicht. Ein kleiner Wermutstropfen f├╝r das sonst wirklich runde und angenehm pers├Ânliche Angebot der kleinen Unterkunft. Sowieso scheint schnelles ├Âffentliches Internet in dieser Stadt eine Rarit├Ąt zu sein. Mein Anbieter Vodafone scheitert wie so oft schon am Roaming und so werden die folgende Tage f├╝r mich quasi eine Digitaldi├Ąt. Nun gut, das hat mir in Vietnam auch sehr gut getan, weshalb sollte das nicht auch noch mal funktionieren.

Bus und Bahn: (K)eine Klasse f├╝r sichÔÇŽ

M├Âwen
Meine liebsten Reiseg├Ąste verfolgen mich ├╝berall hinÔÇŽ

Als einen absolute Zumutung empfinden wir die ├Âffentlichen Verkehrssysteme. Es existieren lediglich zwei U-Bahnlinien (eine weitere befindet sich im Bau) und ein verzweigtes Bus- und Tramnetz. Die Untergrundlinien sind in den Sto├čzeiten vollkommen ├╝berlastet, sodass der geneigte Tourist sie meiden sollte. Die Trams und Busse sind uralt und in ausgesprochen schlechtem Zustand. Auch sind sie oftmals hoffnungslos ├╝berf├╝llt und sollten nur von k├Ârperkontaktfreudigen Menschen benutzt werden, zu denen ich mich pers├Ânlich nicht z├Ąhle. Vor einigen Jahren hat man in Rom aufgrund der sowieso schon chronischen Unzuverl├Ąssigkeit und Unp├╝nktlichkeit der ├Âffentlichen Verkehrsmittel schlichtweg beschlossen, die Fahrpl├Ąne abzuh├Ąngen. Denn wenn es keinen Zeitplan gibt, kann man ihn auch nicht missachten. Problem gel├Âst auf italienische Art!

Rom entdecken mit dem Roma Pass

Wer meine Warnungen ├╝ber die r├Âmischen ├Âffentlichen Verkehrsmittel mit einem Handwischen in den Wind schlagen m├Âchte, dem m├Âchte ich an dieser Stelle den Roma Pass vorstellen. Er existiert in einer Zwei- und einer Dreitageversion und beinhaltet:

Roma PassRoma PassRoma Pass

Roma Pass

City Card f├╝r 48 oder 72 Stunden
  1. Freien Eintritt zu den ersten beiden Ausgrabungen, Museen oder sonstigen Sehensw├╝rdigkeiten
  2. Preisnachl├Ąsse bei weiteren Sehensw├╝rdigkeiten und Veranstaltungen.
  3. Preisnachlass bei der Stadtrundfahrt
  4. 3-Tages-Ticket (bzw. 2-Tages-Ticket) f├╝r den ├Âffentlichen Nahverkehr in der gesamten Stadt
  5. Stadtplan, Infomaterial, usw.
Gut Essen & Trinken in Rom: Ein Muss!
Gut Essen & Trinken in Rom: Ein Muss!

Der Roma Pass kostet derzeit 36 Euro und kann Online, an beiden r├Âmischen Flugh├Ąfen oder zahlreichen anderen Verkaufsstellen erworben werden. Das kann sich bei entsprechender Nutzung der Verkehrsmittel und Eintritte sehr schnell rentieren. Wir haben uns w├Ąhrend unseres F├╝nf-Tage Aufenthaltes aus zweierlei Gr├╝nden allerdings gegen den Pass entschieden: Zum einen kann man in Rom hinter jeder kleinen Ecke etwas neues und wundervolles entdecken, sodass wir die kuscheligen Busfahrten gegen gem├╝tliches Schlendern eingetauscht haben. Zum anderen ist der Eintritt zu einem Gro├čteil der Sehensw├╝rdigkeiten der Stadt frei, sodass eine Rabattierung hier gar keinen Sinn gemacht h├Ątte. Bonuseffekt: Das traumhafte italienische Essen, auf das unter keinen Umst├Ąnden verzichtet werden sollte, schl├Ągt ordentlich auf die H├╝ften. Bei allerdings knapp 60 Kilometern Fu├čweg in f├╝nf Tagen kein Problem!

├ťbrigens: Wir wissen ja alle: Wenn etwas im Lonely Planet steht, dann ist es ├╝berlaufen. Nat├╝rlich werden Kolosseum, Forum Romanum & Co. besichtigt bei einem Besuch in Rom, aber die vielen kleinen versteckten Geheimnisse dieser grandiosen Stadt finden sich in einem kleinen und g├╝nstigen Rom Reisef├╝hrer, den ich euch gerne noch ans Herz legen m├Âchte:

111 Orte in Rom, die man gesehen haben muss

111 Orte in Rom, die man gesehen haben muss

Der perfekte Reisebegleiter f├╝r deine Reise nach Rom

Roms kleine Gassen

Gleich am ersten Morgen machen wir uns auf in die Innenstadt. Rom empf├Ąngt uns heute mit bew├Âlktem aber freundlichem Himmel und milden Temperaturen. F├╝r etwa einen Euro lassen wir uns von der Tram in das alte Stadtzentrum bringen. Die Stadtviertel Trastevere auf der einen und Ponte, Pariola und Regola auf der anderen Seite des Tiber stehen f├╝r heute auf unserem Plan. Es ist der Abend vor meinem Geburtstag, den wir Abends gem├╝tlich im Ausgehviertel Trastevere einleiten wollen. Die Altstadt Roms geh├Ârt f├╝r mich schon nach wenigen Gehmetern zu den urigsten und sch├Ânsten, die ich bisher zu Gesicht bekommen habe. Nicht in ihrer Gr├Â├če, aber jedoch in ihrer Gem├╝tlichkeit erinnern sie mich spontan an die verwinkelten G├Ąsschen der maltesischen Hauptstadt Valetta.

Verzweigt schl├Ąngeln sie sich wie Adern durch die Altstadt. Hier und da h├Ârt man gesch├Ąftiges Treiben oder auch einen handfesten feurig-italienischen Streit aus den offenen Fenstern hervordringen, ansonsten verschlucken die hohen und engen Gassen mit den niedlichen Fenstern und farbenfrohen Fassaden jeglichen Stadtl├Ąrm. Und dann wiederum nach der f├╝nften oder sechsten Verzweigung wird diese Idylle durchbrochen von gesch├Ąftigem L├Ąrm. Wir stranden auf dem Piazza Navona. Dort ist gerade Markt und das muntere Treiben ist auch schnell eine willkommene Abwechslung zu der Ruhe der Gassen. Sowieso strandet man w├Ąhrend der Besichtigung der kleinen Gassen immer und immer wieder mit einem Mal an einer sehr lebendigen Stra├če oder einem Platz, durchzogen von den f├╝r Italien so typischen Eisdielen, Pizzerien oder Caf├ęs. Das ist immer eine willkommene Abwechslung, st├Â├čt man doch hin und wieder auf niedliche kleine Gesch├Ąfte, Boutiquen und allerlei Anderes.

Besonders ans Herz lege m├Âchte ich, sich Rom auch mal in der Dunkelheit anzuschauen. Buchst├Ąblich hinter jeder Ecke warten im Dunkeln pr├Ąchtig illuminierte Tempel, Villen, Pl├Ątze, Brunnen, Obelisken und Statuen. Besonders das Castel Sant'Angelo (auf Deutsch auch Engelsburg genannt) mit ihrem umliegenden Park ist nachts eine beeindruckende Angelegenheit und auch das direkt neben der Burg liegende Tiberufer mit seinen beleuchteten Br├╝cken und pr├Ąchtigen Geb├Ąuden auf beiden Seiten ist absolut sehenswert!

Kirchen ├╝ber Kirchen ├╝ber KirchenÔÇŽ

Rom ist die Stadt der Kirchen. W├╝rde man sich sie alle angucken wollen, man w├╝rde eher Wochen bleiben m├╝ssen. So beschr├Ąnken wir uns auf Grund der unglaublichen F├╝lle von Sehensw├╝rdigkeiten auf die nach laut Internet und auch unserer Pension sch├Ânste der Kirchen abseits des Vatikan, die Basilica di San Giovanni in Laterano. Die von ihrem pr├Ąchtigen Eingangsbau mal abgesehen von au├čen relativ unscheinbare Kirche wurde im f├╝nften Jahrhundert von Kaiser Konstantin erbaut. Sie wirkt jedoch wie so vieles in Rom so unglaublich gut restauriert, dass man meinen k├Ânnte, sie w├Ąre vor einigen Tagen eilig f├╝r ein Filmset dort hingestellt worden. Betritt man die Kirche, stockt einem jedoch augenblicklich der Atem. Die tausenden und abertausenden Fresken, Statuen, Gem├Ąlde und Verzierungen des Innenraumes verbunden mit ihrer wahnsinnigen H├Âhe von etwas ├╝ber f├╝nfundsechzig Metern sind derart beeindruckend, dass man sofort ehrf├╝rchtig verstummt. Und als K├Âlner Jung kenne ich mich mit gro├čen und beeindruckenden Kirchen nun wirklich aus.

Basilica di San Giovanni in Laterano
Basilica di San Giovanni in Laterano

Kein Rom-Besuch ohne Kolosseum

Von der zuvor besichtigten Kathedrale sind es nur wenige Gehminuten bis wir Roms ber├╝hmtestes Geb├Ąude und Wahrzeichen erreichen. Ein wirklich beeindruckend gro├čes Monument r├Âmischer Geschichte. Beeindruckend sind aber auch trotz der g├╝nstigen Reisezeit im Januar die Warteschlangen, die sich jetzt um die Mittagszeit schon vor dem Eingang gebildet haben. Mit einer Wartezeit von etwa drei Stunden ist hier zu rechnen. Da kann man sich leicht ausmalen, wie das im Fr├╝hjahr und Sommer zur Hauptreisezeit aussehen muss. Die drei Stunden gefallen uns gar nicht und so investieren wir in eine gef├╝hrte Tour mit dem netten Nebeneffekt, dass wir uns in die wesentlich k├╝rzere Schlange der Tourguides einreihen k├Ânnen. Einreihen ist hier aber ein dehnbarer Begriff, unser Guide schummelt uns mit den Worten "Das machen Italiener eben so" auch an dieser Schlange vorbei. So wurden aus drei Stunden Wartezeit mir nichts dir nichts etwa f├╝nf Minuten und mir beginnt langsam zu d├Ąmmern, wieso es in dieser Stadt mit Organisation, Zuverl├Ąssigkeit und P├╝nktlichkeit nicht so recht klappen will.

Kolosseum, Forum Romanum & Palatin RomKolosseum, Forum Romanum & Palatin RomKolosseum, Forum Romanum & Palatin Rom

Kolosseum, Forum Romanum & Palatin Rom

Inklusive F├╝hrung mit Vorzugseinlass ohne Warten
Kolosseum Rom
Das Kolosseum von Rom

Das Kolosseum selbst ist von innen zugegebenerma├čen weniger beeindruckend als von au├čen. Das mag aber auch an den Horden von Selfieknipsenden Yuppie-Touristen a la Cheyenne aus Miami Beach mit ihrem neuereichen Verlobten oder Steve aus England mit seinen f├╝nf Sauffreunden und Go Pro auf dem Kopf samt F├╝nf-Meter-Selfiestick liegen, die dem Geb├Ąude jegliche alte Magie nehmen, die man in diesen Zeugnissen der Geschichte so oft sp├╝ren kann. An dieser Stelle war eigentlich geplant, eine Hasstriade ├╝ber Selfiesticks loszutreten, ich werde dem aber in Zukunft mal einen ganz eigenen Artikel widmen m├╝ssen, da ist zu viel Pulver im Fass.

Kolosseum Rom
Das Kolosseum von Rom

Zur├╝ck zum Thema: Das Kolosseum - wer m├Âge es ihm nach abertausenden von Jahren verdenken - ist von innen stark zerst├Ârt und die Arenafl├Ąche mitsamt Kellergeschoss offen gelegt, was der Erhabenheit des ganzen Geb├Ąudes eher schadet als nutzt. Ein mittelklassiges Bundesligastadion finde ich beeindruckender. Immer aber nat├╝rlich unter dem Vorbehalt der Tatsache, dass das Kolosseum von Rom zur damaligen Zeit nat├╝rlich eine architektonische Meisterleistung darstellte! Unterm Strich bleibe ich dabei: Kein Rom-Besuch ohne Kolosseum, wenn man den Rotstift aus Zeit- oder Geldmangel aber ansetzen m├╝sste, kann man sich den Besuch des Innenbereiches des Kolosseums auch sparen.

Solltet ihr das Gl├╝ck haben und ├╝ber einen Sonntag in Rom sein, werdet ihr eine von Roms gr├Â├čten und zentralsten Verkehrsadern, die Via dei Fori Imperiali, autofrei erleben. Sie f├╝hrt direkt vom Kolosseum in das Herz der Altstadt, vorbei am Forum Romanum, am Platz Venezia mit dem unfassbar gewaltigen Nationaldenkmal und ist an Sonntagen f├╝r Fu├čg├Ąnger freigegeben. So ist die sechsspurige Stra├če ges├Ąumt mit Musikanten, Verk├Ąufern und schlendern den Touristen und nimmt Rom an diesem Tag ein gro├čes St├╝ck der sonst herrschenden Hastig- und Rastlosigkeit.

Rom im Winter
Via dei Fori Imperiali: Sonntags autofrei!

Das monumentale Nationaldenkmal am Plaza Venezia kann kostenfrei bis zum Abend betreten werden und bietet einen grandiosen Ausblick ├╝ber die Stadt. Mit dem Aufzug geht es f├╝r freche sieben Euro noch etwa f├╝nfzehn Meter h├Âher zur sogenannten Aussichtsplattform. Wir hielten die f├╝nfundsiebzig kostenlosen Meter darunter allerdings f├╝r ausreichend und investierten die sieben Euro lieber erfolgreich in eine schmackhafte italienische Steinofenpizza, bevor wir uns am Ende des Tages mit rauchenden F├╝├čen und nach etwas ├╝ber sechzehn Kilometern Fu├čmarsch ins Bett fallen lassen.

Rom im Winter
Sonnenuntergang auf dem Nationaldenkmal

Forum Romanum: Sich f├╝hlen wie die alten R├Âmer

Der zweite Tag beginnt mit einer weiteren fr├╝hmorgendlichen Kaffee- und Schokoladencroissant-Injektion, einer weiteren Tram-Fahrt in das Stadtzentrum und strahlendem Sonnenschein! Heute auf dem strammen Programm: Das Forum Romanum, die Spanische Treppe, der Trevi Brunnen und die Villa Borghese mit umschlie├čendem Park.

Als netter Nebeneffekt des am Vortag gekauften Tickets der F├╝hrung durch das Kolosseum ist der Eintritt in das Forum Romanum am selbigen oder in unserem Falle am Folgetag ebenfalls im Preis enthalten und so kommen wir an diesem Montag morgen erneut ohne Anstehen mit dem gleichen Ticket sofort in das Forum herein. Am Vortag t├╝rmten sich dort noch Menschenmassen auf.

Das Forum Romanum ist einen Besuch wert!

Wohl nirgends auf der Welt kann man sich in das Leben der elit├Ąren alten R├Âmer so gut hereinf├╝hlen wie hier. Der Palantin, einer der sieben H├╝gel, auf denen Rom seinerzeit erbaut wurde, ist ges├Ąumt von ehemals pr├Ąchtigen Villen mit riesigen Atrien, ├╝ppigen Vorg├Ąrten und kleinen B├Ąchen, die sich gekonnt durch die Geb├Ąude schl├Ąngeln. Der Ausblick aus manchen dieser H├Ąuser ├╝ber die Stadt ist schlicht und einfach grandios und man kann sich sehr gut vorstellen, wie der r├Âmischen Adel fr├╝her residiert haben muss. Toll!

Was entt├Ąuschte

Die Spanische Treppe
Die Spanische Treppe

Nach dieser morgendlichen Idylle und einem anschlie├čen Sonnenbad auf dem Palantin in der w├Ąrmenden Januarsonne machen wir uns schweren Fu├čes auf den Weg zum n├Ąchsten Punkt unserer heutigen Tour: Dem Trevi-Brunnen. Leider m├╝ssen wir zu unserer gro├čen Entt├Ąuschung feststellen, dass dieser derzeit restauriert wird und sich unter Pl├Ąnen und Ger├╝sten verbirgt. Sehr sehr schade. Auch die nur wenige Gehminuten entfernte Spanische Treppe als n├Ąchste Attraktion entpuppt sich in meinen Augen schnell als... Nun ja eine Treppe. Eben nicht mehr und nicht weniger. Links und rechts ges├Ąumt von Touristen und rosenverkaufenden Betr├╝gern sowie jeder Menge menschenleerer Edelboutiquen wirkt sie eher fehlplatziert in einer viel zu modernisierten Umgebung. Lange h├Ąlt es uns dort nicht und nachdem auch der heute siebenunddrei├čigste Verk├Ąufer (Ja wir haben mitgez├Ąhlt) erfolglos versucht hat, uns einen Selfiestick oder ├Ąhnlich importierten Schrott anzudrehen, ziehen wir weiter Richtung Villa Borghese und den umgebenden Park, der wieder auf einem der r├Âmischen H├╝gel liegt und einen tollen Ausblick ├╝ber die Stadt bieten soll.

Rom im Winter
Welch ein HimmelÔÇŽ

Angekommen auf diesem H├╝gel und einen guten Schritt weiter in Richtung Plattf├╝├če erreichen wir die Villa Borghese. Heute bietet sie eine weltbekannte Ausstellung zeitgen├Âssischer Kunst die jedem Kunstliebhaber ans Herz gelegt werden sollte. Ich kann mich abseits von Musik und Fotografie f├╝r Kunst ├╝berhaupt nicht begeistern aber auch Laura ist ihr nicht sonderlich zugeneigt und so belassen wir es bei anerkennenden Blicken f├╝r dieses reizende Geb├Ąude, dessen Lage direkt ├╝ber den D├Ąchern der Stadt jedem Immobilienmakler das Wasser im Mund zusammen laufen lassen w├╝rde. So schlendern wir an diesem letzten Tag unseres kurzen Rombesuches gem├╝tlich durch den sch├Ânen und fast menschenleeren Park mit seinen uralten und riesigen B├Ąumen. Ein bisschen verwunschen wirkt es hier. Auf dem Weg zur├╝ck in Richtung Stadt bleiben wir an einem sehr sch├Ânen Aussichtspunkt stehen, der uns noch ein letztes mal einen grandiosen Blick ├╝ber die Stadt bietet. Gutes Timing, denn vor unseren Augen zieht sich der Himmel zu und gro├če schwere Wolken verschlucken die Stadt, wie man es von einem Januartag erwartet h├Ątte. Gl├╝ck gehabt!

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  1. Annika am 31. M├Ąrz 2018 um 13:48 Uhr

    Ich war anfangs unentschlossen ob ich im Winter wirklich nach Rom sollte, aber dieser Artikel hat mich eines besseren belehrt.
    Vielen dank, f├╝r die vielen sch├Ânen Einblicke und die Fotos. Der Artikel hat auf jeden Fall meine Vorfreude gesch├╝rt.

    1. Antwort von Marius am 31. M├Ąrz 2018 um 14:54 Uhr

      Hey Annika,
      wei├čt du, genau deshalb schreiben wir unsere Artikel! Ich w├╝nsche dir unendlich viel Spa├č in einer der tollsten St├Ądte unseres Planeten!

Mach uns gl├╝cklich! ­čą░

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