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Barcelona: Die bunte Metropole am Meer

Gutes Essen, tolles Wetter und Strände direkt vor unserer Haustür: Willkommen in Barcelona

Barcelona: Eine kunterbunte Stadt, die einen perfekten Mix aus Natur und turbulenter Großstadt bietet. Und so fühlen wir uns auf Anhieb wohl. Wir verbringen in der schönen Stadt fünf Tage und feiern dort Marius’s Geburtstag.

Für gerade einmal 20,- Euro die Strecke sind wir aus dem grauen Deutschland in Richtung sonniges Spanien geflogen. Ryanair hat uns von Hamburg direkt dort hin gebracht. Vom Flughafen in die Innenstadt kommt man in Barcelona schnell und günstig mit dem Aerobus. Die Busse fahren alle fünf Minuten vom Flughafen zum Placa de Catalunya und zurück. Es lohnt sich, direkt ein Ticket für die Hin- und Rückfahrt zu buchen, so spart man Zeit und Geld. Das kostet übrigens knapp zehn Euro und kann direkt im Bus oder bereits vorher online  gekauft werden. Im Bus gibt es freies Wifi, wie auch im Rest der ganzen Stadt. Ein netter Faktor, wenn auch in Zeiten von EU-Roaming mittlerweile durchaus verzichtbar.

Barcelona

Marius und ich in Barcelona

Moderne Unterkunft: Die Residéncia Erasmus

Als wir eine günstige Alternative zu all den teuren Luxus-Hotels der Innenstadt gesucht haben, sind wir auf die Residencia Erasmus gestoßen. Das Hotel wurde erst vor kurzem komplett renoviert und ist sehr einladend und modern eingerichtet. Zugegeben: Es ist nicht der ultimative Luxus und es könnte in unserem Zimmer durchaus etwas mehr Tageslicht geben, aber hey: Es ist sehr gut angebunden, sehr sauber, günstig und ruhig. Und wir sind ja nicht für das Hotelzimmer nach Barcelona gekommen. Die Residencia liegt etwas außerhalb, mit dem Bus brauchen wir trotzdem nur zehn Minuten in die Innenstadt. Egal in welchem Hotel in Barcelona du wohnst: Ich kann nicht empfehlen, dort zu Frühstücken. Die kleinen Bäckereien, die du überall in der Stadt verteilt findest, bieten sehr leckere Backwaren an. Und das auch noch zu wirklich tollen Preisen: Zwei Croissants kosten ca. einen Euro und ein Baguette nicht mal 60 Cent. Und wenn du schon einmal bei so einem Bäcker bist probiere unbedingt die Pastéis de Nata , von denen Marius schon in Lissabon so begeistert war! Die kleinen, mit Pudding gefüllten Blätterteigtaschen schmecken einfach super lecker!

Barcelona

Barcelona hat uns sofort fasziniert…

Big Bus Barcelona: Entspannt alle wichtigen Sehenswürdigkeiten entdecken

Da wir nur einige Tage in Barcelona sind, entschieden wir uns dazu mit dem Hop-On-Hop-Off Bus zu fahren und so die Zeit nicht mit der Suche nach den richtigen Verbindungen zu vergeuden. Diese Busse gibt es in vielen touristischen Städten! Marius hat sie z.B. auch schon in Hongkong begeistert genutzt. Der Sightseeing-Bus bringt dich zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und du erfährst über Kopfhörer weitere nützliche Infos. Du kannst jederzeit an jeder beliebigen Stelle der vorgegebenen Routen ein- und aussteigen und dir so viel Zeit lassen, wie du magst.- Außerdem befindet eine der Stationen direkt an unserem Hotel! In Barcelona gibt es zwei verschiedene Anbieter. Aufgrund des Streckennetzes entscheiden wir uns für „Barcelona City Tours“. Am einfachsten ist es, wenn du das Ticket direkt online und für zwei Tage buchst. Beides spart dir ordentlich Geld ein. Die Busse fahren alle zehn Minuten und es sind zwei verschiedene Routen verfügbar. Am besten du holst dir schon vorher die passende App: Dort kannst du auch die Tickets kaufen, den Routenplan ansehen und erhältst Informationen zu jedem Stopp. Insgesamt bietet dir diese Tour die Möglichkeit alle großen Sehenswürdigkeiten anzusehen, ohne dich zu stressen. Perfekt für einen kurzen Städtetrip! Im Winter sind die Busse übrigens herrlich leer, die Stadt aber nur kaum weniger schön!

Das Verkehrsnetz in Barcelona ist großartig ausgebaut, vor allem die Altstadt wollen wir aber zu Fuß erkunden. Wir fahren daher morgens mit dem Bus in die Stadt und laufen von  dort aus durch die kleinen, schönen Gassen. Der Bus kostet knapp zwei Euro pro Strecke, egal wie weit du fährst. Die Busse fahren sehr häufig und recht zuverlässig. Es gibt auch ein Tram-Netz, allerdings ist es sehr kompliziert aufgebaut und auch der Kauf einer Fahrkarte ist irgendwie sehr umständlich.

Die Bauwerke Gaudís – wie ein Mann die Architektur einer kompletten Stadt prägte

Die Sagrada Familia gilt wohl als das bekannteste Bauzeichen der Stadt. Die von Gaudí erbaute Kirche ist seit 1882 (!) im Bau und soll erst 2026 fertig gestellt sein. Mmh, klar! Wahrscheinlich aber noch immer vor dem Berliner Flughafen. Das beeindruckende Bauwerk ist natürlich ein Touristenmagnet. Selbst im Januar sind ewig lange Schlangen vor den Verkaufsbüros zu erwarten. Kleiner Tipp: Tickets online kaufen, dann kannst du mit breitem Grinsen, an der Masse vorbei, direkt reingehen. Ab 15,- Euro geht der Spaß los. Die Kirche ist von innen wirklich noch viel beeindruckender als von außen! Durch die vielen bunten Fenster und die interessante Bauweise entsteht innen eine einzigartige Atmosphäre. Doch wenn du dir den Eintritt sparen willst: Auch von außen ist das Bauwerk schon sehr sehenswert!

Ein weiteres Werk Gaudís ist der bekannte Park Güell, er lädt bei gutem Wetter zum Entspannen ein und ist größtenteils kostenlos zugänglich. Da der Park etwas höher gelegen ist, hast du von hier einen grandiosen Blick über Barcelona. Hier sitzen wir an unserem ersten Abend und bestaunen mit einem kühlen Bier den Sonnenuntergang über Barcelona. In dem Park befindet sich auch die berühmte Salamander-Figur, die du sicherlich schon auf diversen Postkarten gesehen hast. Der Eintritt für diese Bauwerke beträgt 7,- Euro. In den Park kommst du aber kostenlos.

Aber auch viele weitere Bauwerke der Stadt sind von der Architektur Gaudís geprägt. Merkmale der Architektur sind die runden, organisch wirkenden Formen, die vor allem an der Casa Batlló und der Casa Milá wieder zu erkennen. Beide befinden sich ca. 500m vom Placa de Catalunya entfernt und sind in jedem Fall einen Besuch wert.

Der Montjuic – ein Berg zwischen der Stadt und dem Meer

Mit dem Hop-On-Hop-Off-Bus kannst du bis zum Tal des Montjuic fahren. Von der Station aus gibt es eine Gondel nach oben, doch die kostet für die wenigen Meter freche 6 Euro pro Strecke. Wir entscheiden uns daher nach oben zu wandern und das war auf jeden Fall die richtige Entscheidung: Schon auf dem Weg nach oben lohnt es sich auf einigen Plattformen anzuhalten, den Ausblick zu genießen und das ein oder andere Foto zu machen. Marius hat leider an diesem Tag leider Fieber und quält sich mit Mühe den Berg hinauf.

Doch wir finden vor allem oben ein entspanntes Plätzchen: Das Castell de Montjuic. Der Eintritt kostet 5,- bzw. 3,- Euro (für Studenten) und lohnt sich auf jeden Fall. Die Anlage ist sehr schön und weitläufig. Du hast im oberen Stockwerk einen 360-Grad Blick und an guten Tagen kann man dort bis Mallorca gucken. Außerdem kannst du dich dort super windgeschützt hinsetzen, ein wenig sonnen und die Aussicht genießen.

Vom Montjuic aus kannst du auf direktem Weg in Richtung Hafen fahren, denn es gibt eine wirklich coole Seilbahn. Im Gegensatz zu normalen Seilbahnen fährt sie nicht nur einen Berg hoch, sondern direkt über die Stadt bis zum Hafen. So kannst du die schönen kleinen Gassen der Altstadt und auch die berühmte Fußgängerzone La Rambla von oben ansehen. Die Seilbahn kostet pro Strecke zwar 11,- Euro, doch die sind gut investiert.

La Rambla – eine Fußgängerzone im Herzen Barcelonas

Die La Rambla ist die Fußgängerzone bzw. Promenade, die den Hafen mit dem Placa de Catalunya verbindet. Die La Rambla ist bereits im Winter voller Touristen, sodass du dich im Sommer sicher im dichten Gedränge wiederfinden wirst. Hier tummeln sich zahlreiche Straßenkünstler, überteuerte Restaurants und kleine Souvenir-Stände. Alles völlig überteuert und nur darauf ausgelegt Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wie immer gilt auch hier der nicht so geheime Geheimtipp: Einfach mal in die Gassen abseits der Hauptstraßen gucken und siehe da: Tolles Essen findest du in der großen Markthalle in der Mitte der La Rambla. Es gibt dort Unmengen frisches Obst und Gemüse, Fisch, Fleisch, Eier und auch Süßigkeiten für wirklich wenig Geld. Wir haben allerdings die Erfahrung gemacht, dass alles am Eingang sehr viel teuerer ist als an den hinteren Ständen der Halle. Einfach mal rein gehen, da wird es deutlich günstiger aber nicht weniger gut!

La Rambla Barcelona

Die Markthalle auf der La Rambla

Uns gefällt die La Rambla nicht sonderlich, sodass wir schnell in die eher kleinen Seitengassen abbiegen: Dort findest du nette kleine Boutiquen, süße traditionelle Restaurant und sicherlich sehr viel individuellere Souvenirs für deine Lieben zu Hause. Lass dich einfach Treiben von der Schönheit der Altstadt mit ihren schmalen Gassen und hohen Häusern.

In diesen Gassen finden wir auch eine tolle Tapas-Bar, in der wir Marius’s Geburtstag feiern wollen. Dazu später mehr. In Mitten der kleinen Gassen finden wir auch die kleine Kirche La Catedral Barcelona. Im Schatten der allseits bekannten Sagrada Familia geht sie ein wenig unter, dennoch ist sie auf jeden Fall sehenswert und teilweise kostenlos betretbar. Das Besondere: Der eine Flügel ist offen und so kannst du gerade Abends den Sternenhimmel als eine Art Dach über der Kirche sehen. Die Kathedrale ist kein Muss aber wenn es deine Zeit zulässt, definitiv einen Abstecher wert. Der Eintritt ist kostenlos von 9-12 Uhr und von 18-21 Uhr.

Am nördlichen Ende der La Rambla findest du den bereits erwähnten Placa de Catalunya. Er bildet den Übergang zwischen der Altstadt und dem später erbauten Teil der Stadt. Du kannst den Platz aufgrund der zwei großen Springbrunnen und den tausenden Tauben gar nicht übersehen. Neben dem vielen Vogelzeugs gibt es hier auch unzählige Verkäufer, die versuchen ihren importierten Kram unter die Leute zu bringen. Ansonsten versuchen sich dort einige Selfie-Verrückte-Menschen daran, Bilder mit den tausenden Tauben zu machen. Für uns sehr unverständlich und daher ziehen wir lieber schnell weiter.

Am südlichen Ende der La Rambla befindet sich der Hafen. Von dort aus startet auch die bereits erwähnte Seilbahn. Am Hafen kannst du sehr nett sitzen und die Sonne genießen oder entlang der Promenade zu den schönen Stränden spazieren. Das Meer ist sehr wellig und auch im Januar sind viele Surfer zu beobachten. Wir genießen die sonnigen 18 Grad und verbringen einige entspannte Stunden am Strand.

Spanisches Essen in Barcelona genießen

Auch kulinarisch hat Barcelona einiges zu bieten. Neben den Köstlichkeiten der örtlichen Bäckereien gibt es auch eine Vielzahl netter Restaurants und Bars. Zwei Restaurants können wir euch wirklich empfehlen:

Tapas Bar Tosca: Die modern eingerichtete Tapas Bar liegt in der Altstadt. Wir stoßen durch Zufall beim Schlendern durch die kleinen Gassen auf diese Bar und verbringen dort Marius’s Geburtstag. Der arme isst zwar tapfer mit, schmeckt jedoch fast nichts durch seine Erkältung. Eine Schade, denn das Essen ist ein Traum! Die Speisekarte ist recht umfangreich und die Tapas groß. Wir essen zu zweit fünf Tapas, sie kosten jeweils zwischen 3,- und 9,- Euro. Es gibt lokales Bier für 2,- Euro und sehr leckere Mojitos für knapp 5,- Euro. Tapas können sie, die Spanier!

Der zweite Tipp ist fast noch besser. Denn was gibt es schöneres, als nach einem langen Tag mal so richtig reinzuhauen! Sehr zentral und doch versteckt liegt ein sehr gutes Restaurant namens „Kaitenshushi He“ in der Nähe des Placa de Catalunya. Das Sushi-Buffet kostet mittags 9,90 Euro und abends 14,50 Euro. Das Essen wird auf einem Laufband serviert und die Auswahl ist wirklich riesig: Es gibt Sushi, frischen Fisch und Fleisch, sehr außergewöhnliche Dinge wie Austern, Krebse, Muscheln und so weiter, aber auch die klassischen Bratnudeln. Als Nachspeise einige Kuchensorten und viel frisches Obst. Marius und ich sind große Sushi-Fans und das Angebot und das Sushi aus diesem Restaurant ist eines der besten, die wir bisher entdeckt haben.

Barcelona

Schöner Ausblick über Barcelona

Nach all den tollen Eindrücken bin ich sehr begeistert von Barcelona. Ich kann jedem, der ein verlängertes Wochenende im Warmen genießen will, nur ans Herz legen Barcelona zu besuchen. Die fünf Tage haben ausgereicht um vieles in der Stadt zu sehen. Vor allem hat uns gefallen, dass die Stadt Meer und Berge (wenn auch kleine) zu bieten hat. Es erinnert mich irgendwie an meine absolute Lieblingsstadt Kapstadt. Außerdem war ich noch nie auf dem spanischen Festland und ich muss sagen, meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Barcelona ist eine der beliebtesten Städte Europas und das hat seinen Grund!

Für Abenteurer. Für Träumer. Für dich!

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