Singapur

The Fine City: Sprachlos in Singapur

Pompös, pompöser, Singapur - westlicher Charme in Asien

Singapur. Was hatte ich mir darunter vorgestellt? Protz und Prunk auf engstem Raum, Glamour und Gloria. Es wäre falsch zu sagen, Singapur sei so viel mehr, das scheint es nicht zu sein. Aber das dafür richtig! Maybachs, Mercedes, Bentleys und BMWs reihen sich aneinander, ein architektonisches Meisterwerk jagt das nächste, man könnte vom Boden essen, so sauber ist es hier und ich würde ein echtes Problem mit Mücken bekommen, da ich vor lauter Staunen fünf Tage lang den Mund nicht zubekomme. Natürlich aber – wie soll es in dieser Glamourwelt auch anderes sein – scheint es hier keine Mücken zu geben. Selbst die halten sich wohl an die Spielregeln.

Singapur wird auch “The fine city” genannt. Zum Einen wird hier auf die Bedeutung des Wortes “fine” im Sinne von schick und fein, zum Anderen auf die Bedeutung im Sinne von Strafe und Bußgeld angespielt. Wie passend: Auf die Straße spucken kostet 500 Dollar, Müll liegenlassen 1000 Dollar, Rauchen in öffentlichen Bereichen ebenfalls 1000 Dollar, Kaugummis sind ganz verboten und wer mit Drogen erwischt wird, der wird dank der Todesstrafe ohne Prozess einen Kopf kürzer gemacht. Kein Scherz. Nun kann sich jeder vorstellen, wie sehr ich mich als Tourist darauf konzentrieren muss, auch ja alles richtig zu machen. Nicht mal eine Dose Cola stelle ich weiter als einen Meter von mir weg, es könnte ja für Abfall gehalten werden. Belohnt wird dieses rigorose Regelwerk (ja, heute ist Alliterationstag…) mit einer der saubersten und sichersten Städte der Welt. Wundert das noch irgendwen?

Unser Hotel liegt im Bezirk Geylang. Etwa 20 Minuten mit der Metro zum Zentrum entfernt, erinnert diese Gegend ein wenig an Chinatown oder Little India, wie man sie aus so vielen Städten kennt. Es reiht sich Fressbude an Fressbude, die Straßen sind voller Menschen, Autos und Händler. Einige Meter weiter machen zwei Männer keinen Hehl daraus, mitten auf der Straße einen Koffer zu knacken. Das Hotel ist eingeklemmt zwischen zwei Straßenstrichs und vor dem Eingang werden Tabletten und Drogen verscherbelt. Das mag fürchterlich klingen aber es ist Singapur und daher ist es selbst hier sauber, selbst hier freundlich und selbst hier fühlt man sich sicher. Das alles will so gar nicht in das Singapur passen, das ich tagsüber kennenlernen durfte, aber so ist es nunmal. Aufregend!

Marina Bay – Das Herz von Singapur

So richtig die bleibt mir jedoch die Spucke im Hals stecken, als wir aus der Metro im Untergrund kommen und Marina Bay erblicken. Noch nie habe ich so etwas pompöses, so etwas prunkvolles gesehen. „Episch“ dürfte hier neudeutsch wohl das richtige Wort sein. Eine riesige bebaute Bucht voller Prunkbauten, Museen, exklusiver Läden, Flaniermeilen, Cafes und sündhaft teuren Hotels. Und wieder: Kein Schmutz, kein Unrat, nichts.

Der sprichwörtliche Gipfel des ganzen ist Marina Bay Sands, das pompöse und einzigartige Hotel und gleichzeitig neues Wahrzeichen von Singapur. Wir sparen uns die 20 Dollar Einrittsgebühr für die Aussichtsplattform, indem wir vorgeben, in der angrenzenden Cocktailbar einen Cocktail trinken zu wollen und sind verblüfft über die Aussicht.

Nach einem Tag in der Marina Bay lassen wir uns erschöpft und beeindruckt am Ufer mit Blick auf die Skyline nieder. Auch hier wimmelt es von posierenden Asiaten und andern fotografierwütigen Menschen aber wen wundert es, bei der Kulisse? Am nächsten Tag reist Mario nach Angkor Wat in Kambodscha ab. Ich nutze die Tage um allerlei Angelegenheiten zu klären, Buchungen zu tätigen, zu recherchieren und mich mental auf meinen nächsten großen Sprung vorzubereiten. Nächster Halt: Australien!

Sonnenuntergang

Die Sonne im Rücken

Für Abenteurer. Für Träumer. Für dich!

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