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Kopenhagen: So nah und so schön!

Sind es die Menschen, die vielen bunten Häuser, das viele Wasser? Egal! Kopenhagen ist toll! Ein Reisebericht.

Ich habe mich verliebt. In eine Stadt, die vor Glück nur so strahlt und das merkt man sofort: Kopenhagen! Die Dänen sind sehr zufriedene Menschen. Kein Wunder, denn Sie wohnen in einer Stadt, die so viel zu bieten hat! Ganz egal ob Shopping, Kunst oder Kultur – hier findet jeder etwas. Die Stadt erreicht man übrigens von vielen deutschen Flughäfen aus. Die günstigsten Flüge gibt es allerdings mit KLM ab Amsterdam. Wenn du eher im Norden Deutschlands wohnst, empfehle ich dir, mit der Bahn zu fahren. Ich bin ab Hamburg mit dem ICE dank Europa-Spezial-Ticket für nur 29 Euro und etwa vier Stunden je Strecke gefahren.

Pferde mitten in der Stadt

Pferde mitten in der Stadt

Direkt ein Tipp zu Beginn: Es lohnt sich weder Geld zu wechseln, noch welches vor Ort abzuheben. In Kopenhagen kannst du überall mit Kreditkarte zahlen! Und du bringst keine dänischen Kronen mit nach Hause, die du später nicht mehr gebrauchen kannst. Ich hatte das Glück, meine Freundin Sina zu besuchen und hatte dadurch eine tolle Stadtführerin und eine kostenlose Unterkunft! Damit du dich auch ohne eine solche Stadtführerin zurecht findest und die besten Highlights nicht verpasst, habe ich sie hier für dich zusammengestellt:

Willkommen in der Fahrrad-Stadt

Kopenhagen hat viele tolle Sehenswürdigkeiten zu bieten, doch bevor ich beginne ein ganz wichtiger Tipp: Besorg dir unbedingt ein Fahrrad! Warum? Weil die Stadt fast keine Steigungen hat und wirklich überall Fahrradwege sind. Es gibt sogar eigene Ampeln für Radfahrer. Aber Achtung: Unbedingt Handzeichen geben, denn auch auf den Radwegen herrscht viel Verkehr.

Fahrradstadt Kopenhagen

Fahrradstadt Kopenhagen

Fahrräder kann man an jeder Ecke leihen, besonders einfach geht es über den Anbieter Donkey. Einfach Kopenhagen und die Anzahl der Tage auswählen: Schon wird dir anzeigt, wo du überall das Rad abholen kannst. Leih dir das Rad am besten direkt für deinen ganzen Trip. Es ist günstiger als der Nahverkehr und du bist viel spontaner. Sina und ich haben die wichtigsten Sights innerhalb von zwei Tagen mit dem Rad erkundet. Diesen Zeitraum würde ich dir auch empfehlen, damit nebenbei noch ein wenig Zeit zum Entspannen und Shoppen bleibt – denn beides kann man in Kopenhagen wirklich sehr gut!

Strøget in Kopenhagen

Die berühmte Shopping-Straße Strøget

Die bekannteste Shopping-Meile in Kopenhagen heißt Strøget. Sie ist mit 1,1 km eine der längsten Fußgängerzonen Europas und bietet dadurch ein entspanntes Shoppen ohne ständig auf den Verkehr achten zu müssen. Auf der Strøget selbst findest du vor allem die bekannten europäischen Labels, daher empfehle ich dir, auch in die kleinen Seitengassen zu sehen, denn dort befinden sich viele tolle dänische Labels.

Kulinarische Meisterleistung

Kulinarisch hat Kopenhagen eine Menge zu bieten und ich bin total begeistert! Alle Cafés, Restaurants und Bars sind super schön und liebevoll eingerichtet. Kaum Ketten, dafür umso mehr individuelle und teilweise sehr kleine Cafés. Die Kreativität ist auch in der Speisekarte wiederzufinden. Meist gibt es eine eher kleinere aber dafür sehr spannende Auswahl an Gerichten. Ich bin immer wieder über abgefahrene Kreationen – vor allem bei den Getränken – gestolpert.

Dank Sina habe ich sehr viele der kleinen Cafés, Restaurants und Bars kennen lernen dürfen, die ich dir natürlich nicht vorenthalten möchte. Doch auch ohne diese Tipps wirst du immer wieder einen tollen Laden nach dem anderen entdecken. Besonders spannend dafür sind die beiden Viertel Norrebro und Vesterbro. Norrebro erinnert ein wenig an die Hamburger Schanze oder den Berliner Friedrichshain: Süße Cafés und sehr alternativ! In Vesterbro findet man viele tolle Vintageläden und hippe Bars. Beide Stadtteile haben viel Charme und ihr solltet euch dort unbedingt alles in Ruhe ansehen. Auch hier ist ein Rad in jedem Fall entspannter als die öffentlichen Verkehrsmittel. Zu Fuß kann man das Ganze natürlich auch erkunden.

Im Stadtteil Vesterbro befindet sich das „Neighbourhood“ Ein Restaurant mit Organic Pizza und tollen Cocktails. Die Pizzen haben einen wunderbar knusprigen und dünnen Teig, sind sehr experimentell belegt und laut Sina sehr empfehlenswert. Sina und ich waren am Sonntag zum brunchen dort und ich muss sagen ich war komplett begeistert! Man hat die Wahl zwischen einer Klassischen und einer Vegetarischen Platte und ich muss sagen es ist wirklich alles dabei: Skyr mit selbstgemachtem Müsli, Waffeln mit Früchten, leckerer Aufschnitt, Avocado-Salat, tolles Brot und vieles mehr…

Im Stadtteil Norrebro befinden sich auch die berühmten „Torvehaller Markthallen“. Aufgeteilt in zwei große Hallen und ein paar Stände drumherum gibt es einen riesigen Markt. Es gibt unheimlich viele, sehr liebevolle Stände, bei denen von vorne bis hinten alles stimmt: Vom Ladendesign bis hin zu den passenden Verkäufern hinter der Theke. Hier kannst du das berühmte Smørrebrød, frische Austern, selbstgemachte Schokolade und viele andere Köstlichkeiten genießen. Es ist sicherlich für jeden etwas leckeres dabei!

Wenn dir Live Cooking und die große Auswahl an kleinen Essenständen gefällt, habe ich noch einen Tipp für dich: Papirøen. Die ehemalige Papierfabrik liegt auf einer kleinen Insel vor Kopenhagen. Heute befinden sich in der großen Halle über 35 Food Trucks, in denen du Leckereien aus der ganzen Welt findest. So kann sich jeder genau das aussuchen, worauf er gerade Lust hat. Sitzen kann man drinnen auf rustikalen Bänken und Stühlen aus alten Kabeltrommeln. Aber auch draußen in der Sonne kann man entspannt auf Liegestühlen sitzen.

Das Venedig des Nordens

Wenn man an Kopenhagen denkt kommen einem sofort Bilder von bunten Fassaden und hübschen kleinen Segelbooten in den Sinn. Diese bekommt man am Nyhavn zu sehen. Der Nyhavn ist ein absolut sehenswürdiger Platz, auch wenn es eine absolute Touristensammelstelle ist. Der Anblick der kleinen bunten Häuschen macht dennoch sehr viel her und dies sollte auf einem hübschen Foto verewigt werden.

Schön ist es die Stadt vom Wasser aus zu erkunden. Dazu kannst du direkt ab Nyhavn eine Rundtour mit dem Boot machen. Ein guter Anbieter für die Bootstouren ist Netto. Hier kostet die Tour umgerechnet etwa 6 Euro und dauert ca. eine Stunde. Während der Fahrt bekommt man oft das Gefühl, in Amsterdam zu sein, da sich die Architektur sehr ähnelt.

Atelier September Kopenhagen

Das Avocado-Brot im Atelier September

Ansonsten ist Nyhavn sehr tourisitsch. Es reihen sich Shops an Shops, in denen überteuerte Souvenirs verkauft werden. Auch die Restaurants sind nicht zu empfehlen. Auch wenn sie nett aussehen, sind sie völlig überfüllt und sehr teuer. Viel schöner ist es, einen Blick in die Seitenstraßen zu werfen. Dort befinden sich einige kleine Läden junger Designer. Die dort gekauften Mitbringsel sind sicher viel schöner, als die Souvenirs der Touristen-Läden. Außerdem findest du dort nette Restaurants und Cafés. Sehr empfehlen kann ich dir das Café „Atelier September“ ans Herz legen, dort gibt es das beste Avocado-Brot das ich je gegessen habe. Auch sonst hat das Café sehr leckeres Essen, ob selbstgemachtes Granola oder leckere Sandwiches.

Abgesehen von den kleinen Kanälen gibt es auch sonst sehr viel Wasser in Kopenhagen. Sehr schön sind auch die Kopenhagener Seen – auf dänisch „Søerne“ genannt – dies sind drei ineinander übergehende Seen, die die Innenstadt in einem großen Bogen umgeben. Bei gutem Wetter ist das Ufer gesäumt von fröhlichen Menschen, die auf dem Rasen sitzen und picknicken, grillen oder einfach nur die Sonne genießen.

Kopenhagens Wahrzeichen – Die kleine Meerjungfrau

Die kleine Meerjungfrau

Die kleine Meerjungfrau

Bei einem Besuch in Kopenhagen darf das Wahrzeichen der Stadt natürlich nicht fehlen. Also haben auch wir uns auf zur kleinen Meerjungfrau gemacht. Ich muss dich direkt zu Anfang warnen, sei bitte nicht enttäuscht! Die Meerjungfrau ist wirklich sehr klein (1,25m groß) und am Ufer des Hafens fast zu übersehen. Am Besten du hältst Ausschau nach den Massen an Touristen, die sich davor drängen um ein obligatorisches Foto zu machen. Mein Fazit: Für ein Foto kann man hinfahren – ansonsten lohnt sich der Besuch nicht wirklich.

Allerdings ist die Meerjungfrau am Kastellet gelegen – einem Schloss auf einer Sternenförmigen Insel. Dort kann man sich entspannt unter einen der vielen Kirschbäume setzen und sich ein wenig die Sonne ins Gesicht scheinen lassen.

Auf dem Weg zurück Richtung Innenstadt lohnt es sich direkt am Ufer entlang zu fahren. Dort bekommt man auch die Oper Kopenhagens zu sehen. Mit Kosten von über fünfhundert Millionen US-Dollar ist sie eines der teuersten Opern-Häuser, die jemals gebaut wurden.

Direkt gegenüber der Oper befindet sich das Amalienborg Slot, dort wohnt die Königsfamilie von Dänemark. Wenn du etwas mehr über die dänische Geschichte und die Königsfamilie erfahren möchtest, lohnt sich zudem ein Besuch des Rosenborg Slot. Dort liegen die dänischen Kronjuwelen und es gibt ein Museum, in dem unter anderem der Elfenbeinthron ausgestellt wird. Der Eintritt hier beträgt ca. 25 Euro und ist somit nicht gerade günstig. Schön ist aber auch der Park rund um das Rosenborg Slot, welchen man umsonst ansehen kann.

Christiana – der Freistaat mitten in Kopenhagen

Seit 1971 existiert der Freistaat Christiana, ein Stadtteil Kopenhagens. Christiana ist das legendäre Hippie- und Aussteigerviertel. Es ist eine alternative Wohnsiedlung, bei der es sich aus Sicht der Stadt um eine staatlich geduldete, autonome Kommune handelt. Das Gesetz ist hier abgeschafft und es regiert das Faustrecht. Verrückt, oder?

Der Freistaat Christiana

Der Eingang des Freistaates Christiana

Die Einwohner sitzen in der Sonne, Bier und Joint in der Hand und verkaufen an ihrer kleinen Hauptstraße alles für den alternativen Alltag: Hasch-Pfeifen, Rasta-Mützen und -Tücher, Marihuana und organische Lebensmittel. Das ist auch der Grund, weshalb Fotografieren streng verboten ist. Daher kannst du dir nur ein Bild davon machen, wenn du dem kleinen Ort selbst einen Besuch abstattest.

Direkt neben Christiana befindet sich die „Church Of Our Savior“. Eine 1695 erbaute Kirche mit einer Aussichtsplattform an der Spitze. Hier hat man von 350m Höhe einen tollen Ausblick über die Stadt. Um die tolle Aussicht genießen zu können, musst du zunächst viele Stufen hinauf gehen, die nach oben hin immer schmaler werden. Spannend ist vor allem, dass der Weg an den großen Glocken vorbeiführt. Da kann man nur hoffen, dass diese nicht klingeln wenn man direkt daneben steht. Der Eintritt kostet ca. 6 Euro, aber das ist es auf jeden Fall wert. Da die Stadt aus eher flacheren Häusern besteht, hat man einen wirklich tollen Blick!

Copenhagen Nightlife

Wenn du gern auch nachts noch etwas unternehmen möchtest habe ich noch einige nette Bars für dich: Sehr zentral gelegen in der Innenstadt gibt es die Gin Bar „The Bird And The Churchkey“. Hier gibt es hunderte Variationen an Gin mit wirklich spannenden Kreationen, wie zum Beispiel Gin Tonic mit der berühmten dänischen Lakritze. Die Getränke sind nicht günstig – ca. 13 € pro Getränk – aber das ist in Kopenhagen leider überall so.

Ist Gin nicht so dein Fall und du trinkst lieber Cocktails, kann ich dir noch die „Bar 25“ empfehlen. Die Bar ist wirklich stylisch eingerichtet und auch hier findest du viele tolle Getränkekombinationen.

Ansonsten ist der „Meatpacking District“ sehr zu empfehlen. Dies sind ehemalige Schlachthallen in denen nun Restaurants, Bars und Clubs ihren Platz gefunden haben. Der Meatpacking District ist auch tagsüber sehr zu empfehlen, da man hier nette Restaurants und auch den ein oder anderen Shop findet. Doch auch Abends ist es hier toll: Gerade im Sommer haben alle Bars und Clubs draußen Tische aufgestellt und du kannst einen Abend mit Bar- und Club-Hopping verbringen. Der Eintritt in den meisten Clubs ist auch kostenlos. Das Beste: Alle Geschäfte, Bars, Restaurants usw. haben 24h jeden Tag die Woche offen.

Insgesamt bin ich sehr begeistert von Kopenhagen und kann dir wirklich empfehlen die Stadt anzusehen: Du kannst alles mit dem Fahrrad erreichen und fühlst dich trotzdem wie in einer Großstadt. Du kannst dich in einem der vielen Parks oder am Wasser entspannen oder dich in den Trubel stürzen. Du kannst die Kultur erfahren oder einfach shoppen gehen. Es ist wirklich für jeden etwas dabei, also worauf wartest du noch?

Für Abenteurer. Für Träumer. Für dich!

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