10 Gründe, weshalb du Stockholm besuchen solltest

und was du sonst noch über eine Reise nach Schweden wissen musst

1. Unverschämt günstige Flüge nach Stockholm

Direkt vorweg: Flüge nach Stockholm gibt es das ganze Jahr über zu sehr guten Preisen! Stockholm liegt nah genug an Deutschland, um in etwas mehr als einer Flugstunde bequem erreichbar zu sein ist aber unter Touristen noch nicht in die Kategorie von London, Paris oder Berlin gehievt worden. So findet man Flüge mit einer extrem guten Verfügbarkeit auch zur Hochsaison. Eurowings zum Beispiel bietet die Strecke von Hamburg (HAM), Düsseldorf (DUS) und Köln-Bonn (CGN) regelmäßig für 66 Euro hin und zurück an, auch für 59 Euro return habe ich sie schon gesehen. Auf meinem Rückflug nach Hamburg teilte ich mir mit fünf weiteren Fluggästen eine Maschine für 178 Passagiere. Eine Rückfrage bei der Stewardess bestätigte mir, dass die Flüge von und nach Stockholm stets ähnlich schwach frequentiert sind. Buchen lohnt also!

Eurowings Flug Stockholm

Etwa 180 Plätze in einem typischen Airbus A320, davon ganze drei belegt…

2. Eine einzigartige Lage

Das Meer umschließt die Stadt im Osten mit unzähligen Buchten. Stockholm liegt sowohl an der Ostsee, als auch ein einem etwa 120km langen See, dem Mälarsee. Mitten in Stockholm treffen Meer und See aufeinander und sind lediglich mit einer großen Schleuse voneinander getrennt. Da ist es nicht verwunderlich, dass knapp ein Drittel der Stadtfläche von Wasser bedeckt ist. Die Metropole selbst ist auf vierzehn Inseln erbaut worden, bei deren Besteigung man durchaus auch mal ins Schwitzen kommen kann. Der Ausblick von nahezu jeder dieser Inseln über den Rest der Stadt ist aber grandios und den Aufstieg in jedem Falle wert, denn jede der Inseln offenbart eine andere Facette der Stadt. Die Nordkante der Insel Södermalm wurde mit einem mehrere hundert Meter langen Aussichtssteg versehen, von welchem aus man den wohl schönsten Blick über Stockholm erhaschen kann (siehe Titelbild). Entsprechend beliebt ist es dort auch bei Touristen und an den schönsten Stellen muss man sich schon mal ein bisschen drängeln.

Stockholm im Winter

Die Schweden wissen, wie man ihren Winter nutzen kann…

3. Gamla Stan – die wohl niedlichste Altstadt Europas

Im Jahre 1252 wurde Stockholm begründet. Der damals erbaute Stadtkern wird heute als „Gamla Stan“ (alte Stadt) bezeichnet und ist heutzutage eine der Hauptattraktionen der Stadt. Sie beherbergt auch den königlichen Palast, welcher von außen weniger beeindruckt, von innen aber mit über 600 Zimmern zu einem der größten Paläste der Welt zählt. Gamla Stan ist durchzogen von unendlich vielen verworrenen Pflasterstein-Gassen, urigen Geschäften, kleinen Hinterhöfen und niedlichen Restaurants. Stundenlang möchte man hier durch die Straßen schlendern und sieht sich schon in einem der niedlichen Häuser wohnen. Da sich die Mietpreise hier aber jehnseits von gut und böse bewegen und sich hinter Paris und London nicht verstecken müssen, ist der Traum auch schnell wieder ausgelebt. Besonders in der Dämmerung, wenn die unendlich vielen kleinen Laternen die Altstadt in ein schummeriges Licht tauchen, entfaltet Gamla Stan seinen ganzen Charme.

4. Ein Mekka für Technologie-Fans

Schon mal einen Schokoriegel an einem Automaten auf einsamen U-Bahnhof mit PayPal bezahlt? Das geht in Schweden! Sowieso weht technologisch hier ein andere Wind. Erstaunte Blicke erntet hier, wer noch mit Bargeld bezahlt. Kreditkarten werden überall akzeptiert. Selbst der Döner (8,- unverschämte Euronen) kann mit dem praktischen Stück Plastik bezahlt werden. Die drei Tage, die ich in Stockholm verbracht habe, habe ich ohne das geringste bisschen Bargeld verlebt. In Deutschland leider noch immer undenkbar, im fortschrittlichen Schweden längst Realität. Auch das Internet hier ist pfeilschnell, sprichwörtlich jeder kleine Kiosk hat hier ein offenes WiFi, sodass man als Tourist auch ohne eigenen SIM-Karte oder Roaming-Gebühren quasi ständig ins Internet kommt. Gratis WiFi ist hier so allgegenwärtig, dass sich Restaurants, Busse, Cafés und Fähren nicht mal mehr groß damit rühmen, es ist hier einfach Standart. Für mich ein Paradies!

5. Das Fotografie-Museum Fotografiska

Das Fotografiska, direkt an der Wasserkante gelegen, ist wirklich einen Besuch wert! International renommierte Fotografen und Künstler stellen dort in regelmäßig wechselnden Ausstellungen ihre Werke aus. Das ehemalige Zollhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert besticht im Inneren durch seinen Fachwerkcharme, ein sehr gemütlich und stilvoll eingerichtetes Café und mit über 5500m² Fläche auch durch ausreichend Platz für die Kunstwerke. Wer mich kennt weiß, dass ich für bildende Kunst eigentlich nicht wirklich etwas übrig habe. Das Fotografiska Stockholm bildet da eine Ausnahme, die Exponate sind mehr als sehenswert und regen zum Nachdenken und Staunen an. Bei schlechtem Wetter ein Tipp aber auch bei Sonnenschein sollte ein Besuch hier nicht fehlen.

Fotografiska

Das Fotografiska an der Wasserkante

6. Die wahnsinnig sympathischen Leute… und ja, die schönen Frauen!

Es mag daran liegen, dass ich mit den Menschen aus dem Norden grundsätzlich besser zu verstehen scheine, als mit ihren Pendants im Süden aber für mich zählen Skandinavier – insbesondere Schweden – mit zu den freundlichsten und offenherzigsten Menschen, die ich jemals kennenlernen durfte. Auf meinen Reisen in Australien und Neuseeland hatte ich schon mit einigen das Vergnügen, aber auch mein neuester Besuch in Schweden hat mir dies nun wieder bestätigt. Ob es nun die hilfsbereite Flughafenmitarbeiterin, der höfliche Busfahrer (Grüße nach Berlin) oder einfach die netten Menschen auf der Straße sind: Es zieht sich durch das ganze Land. Und ja, die schwedischen Frauen sind tatsächlich so hübsch und galant, wie ihnen ihr Ruf voraus eilt.

7. Die frischen Märkte und Markthallen

Das Wasser Stockholms ist derart sauber, dass man mitten in der Innenstadt Lachse angeln kann. Wo gibt`s denn sowas? Aber auch darüber hinaus lassen die Märkte der Stadt keine Wünsche offen, wenn es um die kulinarische Vielfalt von Meeresfrüchten geht. Neben den üblichen Verdächtigen wie Lachs, Heilbutt, Kabeljau und Hering gibt es in den Markthallen Stockholms jede Menge tierisches, das man entweder noch nie gesehen hat oder aber von dem man sich wünscht, man möge es nie wieder sehen und schon gar nicht lebend beim Baden im Wasser. So oder so wird angeboten, was das Herz begehrt. Selbst wenn man kein Fan von Fischen und Meeresfrüchten ist, so kann man stundenlang von Stand zu Stand schlendern und die ausgelegten Waren begutachten. Natürlich findet man auf den Märkten auch Essen und Trinken abseits der Meere. Besonders zu empfehlen sind hier die schwedischen Backwaren. Entgegen meiner Erwartung haben die Schweden durchaus ein Händchen für Süßigkeiten, Teilchen und Plätzchen.

8. Das ausgezeichnete Essen

Denkt man an großartiges internationales Essen, so fallen einem mit Sicherheit schnell die italienische, französische oder thailändische Küche ein. Kaum jemand würde auf die Idee kommen, eine der Skandinavischen aufzuzählen. Warum eigentlich? Schwedisches Essen ist mehr als nur genießbar! Ob Sill (Hering), Köttbullar (Fleischbällchen) oder Gravad lax (marinierter Lachs), die Schweden schaffen es gekonnt, sehr frisches und qualitatives Essen mit interessanten Nuancen zu versehen. Oder wo gibt es sonst Fleischbällchen mit Preiselbeeren und eingelegten Gurken? Klingt seltsam, schmeckt aber ausgezeichnet! Auch die bereits erwähnten Nachspeisen können sich sehen lassen. Wer herzhafte Küche mag und der Deutschen überdrüssig ist, wird in Schweden kulinarisch sicher fündig werden.

Erstaunlich schmackhaftes Essen

Schmackhaftes Essen ist in Stockholm leicht zu finden

9. Schmelztiegel der Digitalbranche

iZettle, Mojang, Wrapp oder Klarna. Nein, das sind keine neumodischen Teekreationen sondern namhafte StartUps, die allesamt in Stockholm angesiedelt sind. Stockholm gehört neben Barcelona, London und natürlich dem großartigen Berlin zu den Topadressen, wenn es um die innovativsten und bekanntesten Unternehmen der Techbranche geht. Dass Software „made in Sweden“ so richtig durchstarten kann, hat das Land mit Spotify bewiesen. Aber auch der Bezahldienst Klarna erfreut sich großer internationaler Beliebtheit. Oft und gerne gewähren die großen aber auch unzähligen kleinen StartUps der Branche Zugang zu ihren Räumlichkeiten und man erfährt viel Spannendes und Neues. Schweden, insbesondere Stockholm, bietet mit seiner Infrastruktur, seiner ureigenen Gemütlichkeit und der skandinavischen Gelassenheit aber auch wirklich den idealen Nährboden für ein kreatives Umfeld.

10. Das wunderschöne Umland

Schweden hat so viel mehr zu bieten, als nur Stockholm. Das beschauliche Upsala oder das idyllische Värmland sind nur wenige Autostunden entfernt. Das Klischee vom einsamen Elch im weißen Wald wird hier Wirklichkeit. Ein Großteil Schwedens ist nahezu unbewohnt. Zwar muss man für diese unbewohnten Fleckchen schon recht weit gen Norden fahren, aber auch im Hinterland Stockholms findet sich an vielen Stellen des Landes eine pure Idylle. Verschneite Wälder, zugefrorene Seen, weiße Hügel am Horizont und eine Sonne, die nie so richtig aufzugehen scheint aber es dennoch schafft, das Land in eine kalte Schönheit zu verwandeln. Des Nachts dann entfalten diese einsamen Flecken Erde dann ihre ganze Schönheit. Kein Licht durchbricht die Schwärze des Himmels, kein Auto oder Flugzeug stört die perfekte Idylle. Das und viel mehr ist Schweden und es liegt direkt vor unserer Haustüre.

Sternenhimmel

Ein unbeschreiblicher Sternenhimmel

Für Abenteurer. Für Träumer. Für dich!

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