Basheer Tome (CC BY 2.0 Lizenz via Flickr)

Sechs Gründe, warum Tauchen das bessere Schnocheln ist!

Tauchen ist wie schnorcheln, nur tiefer unter dem Wasser? Nicht ganz!

Wer mich und meine Reisen verfolgt, der weiß, dass ich vor einigen Jahren in Asien meine beiden Tauchscheine gemacht habe. Meine ersten Erfahrungen als Taucher und meinen ersten Tauchschein sammelte ich im thailändischen Ko Tao. Wenig später entschied ich mich dann dazu, in Kambodscha auf der kleinen und wirklich wunderschönen Insel Ko Rong meine zweiten Tauchschein zu machen. Mein dritter und vielleicht vierter Schein sollen noch dieses Jahr folgen. Die Unterwasserwelt hat mich schon immer begeistert und schon als Kind verbrachte ich im Schwimmbad mehr Zeit unter als über der Wasseroberfläche. Teile die Welt in Taucher und Schnorchler und ich zähle mich ganz klar zu den ersteren!

Nicht selten auf Reisen wird es vorkommen, dass du eine Möglichkeit zum Schnorcheln oder zum Tauchen bekommst: Mit dem Glasbodenboot raus aufs Meer, von den Klippen oder dem Sandstrand um die Ecke zum kleinen Miniriff. Ein Tagestrip aufs offene Meer, ein paar Schildkröten und Clownfischen beim Grasen und spielen zugucken. Irgendwann bei der Buchung oder während der Reise musst du dich entscheiden: Schnorcheln oder tauchen? Schnorcheln ist oft einfacher, bequemer und wesentlich günstiger. Aber garantiert nicht besser! Zwar benötigst du zum eigenständigen Tauchen mindestens einen Tauchschein, dennoch sind auch geführte Tauchtouren mit einem ausgebildeten Begleiter möglich, dort erhältst du dann oft einen kurzen Crashkurs und bist auch beim Tauchen selbst in ständiger Begleitung.

Der Sprung ins Blaue…

Übrigens: „Tauchen ist nichts für mich, da tun mir schon im Schwimmbad immer die Ohren weh“ ist absolut keine Ausrede. Die schmerzen nämlich nur deshalb, weil du den Druck auf deinen Ohren nicht ausgleichst. Das lernst du aber im Crashcurs oder beim Tauchschein gleich als Erstes. Damit ist es vollkommen unerheblich, wie tief du unten bist, mit der richtigen Technik werden deine Ohren nicht mehr weh tun, ob nun fünf, zehn oder dreißig Meter.

Tauchen ist das Beste, was du auf, im und vor allem unter dem Wasser tun kannst. Darum sind hier sind sechs Gründe, warum Tauchen das bessere Schnorcheln ist:

1. Tauchen ist wie fliegen

Okay und das ist nicht übertrieben! Beim Tauchen bekommst du Gewichte um den Körper gebunden, die den hinteren Teil deines Körpers beschweren sollen. Gleichzeitig lässt du Luft in deine Tauchweste (BCD genannt), um ein Gleichgewicht zwischen dem Vorder- und Hinterteil deines Körpers herzustellen. So wird dein Gewicht perfekt ausgeglichen. Bewegst du dich nicht. wirst du nicht sinken und nicht steigen. Schlägst du einmal mit deinen Taucherflossen, wirst du dutzende von Metern durch das unendliche Blau gleiten. Wirklich, es fühlt sich an wie fliegen und macht süchtig! Nicht selten bin ich einfach nur deshalb tauchen gegangen, egal ob es etwas zu sehen gab, oder nicht.

2. Du hast (fast) alle Zeit der Welt

Das ist der vielleicht schönste Grund. So voll du deine Lungen beim Schnorcheln auch bekommst: Irgendwann sind sie leer und nach oft nur wenigen Sekunden musst du wieder nach oben. Beim Tauchen hingegen atmest du Sauerstoff durch den Tank auf deinem Rücken. Wie lange du damit unter Wasser bleiben kannst, ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Vor allem aber vom Sauerstoffverbrauch deines Körpers und der Tauchtiefe. Je tiefer unten du bist, umso weniger Zeit bleibt dir. Aber im Schnitt kannst du dir bei einem Tauchgang zwischen 20 und 50 Minuten Zeit lassen, die Unterwasserwelt zu erkunden.

3. Du kommst einfach tiefer runter

Das Meer ist viel lebendiger als du dir vorstellen kannst. Schon mal Fische beim Versteckspielen gesehen? Oder mal einen Fisch beim fressen gestreichelt? Warum sollte das mit Tieren über der Wasseroberfläche gehen aber darunter nicht? Siehste! Der erste Tauchschein erlaubt dir eine Tauchtiefe bis zu 18 Metern, mit dem zweiten kommst du glatt 30 Meter hinunter. Spätestens wenn du auf 30 Metern Tiefe bist und mal hoch zur Wasseroberfläche schaust, weißt du, wie unglaublich tief das schon ist. Da unten ist auch einfach viel mehr los, als gleich unter der Oberfläche. Ob grasende Schildkröten (ja das heißt so, wenn sie Korallen fressen), gleitende Rochen oder auch mal der ein oder andere Hai: Hier ist eine ganze Menge mehr los und es gibt auch eine ganze Menge mehr zu entdecken.

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Tauchen bis auf den Grund

4. Tiefenrausch: Da unten ist alles so lustig

Klingt komisch, ist aber so! Der Wasserdruck von etwa vier Atmosphären (3 Bar) bei knapp 30 Metern Wassertiefe drückt Stickstoff durch die Poren deiner Haut in deinen Körper hinein. Der erhöhte Stickstoffanteil führt zu dem, was Taucher gemeinhin „Tiefenrausch“ nennen. Keine Angst, das ist körperlich vollkommen ungefährlich und ohne Folgeschäden. Quasi eine legale und vollkommen ungefährliche Droge. Denn auf einmal hebt sich durch den erhöhten Stickstoffanteil im Körper deine Laune, du fühlst dich beschwingt und frei und musst nicht selten Lachen und Herumalbern. Das hält auch nach dem Auftauchen noch einige Stunden an. An miesen Tagen ist meine damalige Tauchlehrerin oft auf 30 Meter hinuntergegangen und kam mit einem strahlenden Grinsen wieder aus dem Wasser. Großartig! Kleiner Hinweis anbei: Übertreiben sollte man es damit natürlich nicht, das Urteilsvermögen muss gerade Unterwasser vollkommen gegeben sein, aber das sollte jedem Taucher bewusst sein.

5. Tauchen macht schlank

Es gibt kaum einen Sport, der in so kurzer Zeit so viele Kalorien verbrennt, als das Tauchen schafft. Hä? Aber man gleitet doch eigentlich mehr oder weniger nur gemütlich durchs Wasser? Genau! Aber dabei muss der Körper, ob mit oder ohne Neoprenanzug, permanent für eine konstante Temperatur sorgen und das ist bei dem ständig wechselnden Wasser nicht so einfach. Die Heizung geht also voll an und dein Körper verbrennt auf Hochtouren seine Energiereserven. Ich habe mich noch nie so viel essen sehen, wie nach einem Tauchgang und hatte gleich beim nächsten wieder Hunger. Dennoch habe ich nach einer Woche Tauchen fast acht Kilogramm Gewicht verloren. Toll, oder?

6. Du hast richtig was zu erzählen

Glaub mir, an Tauchergeschichten wird es dir nicht mangeln. Ich könnte mit den Geschichten aus meinen etwa 70 Tauchgängen Abende füllen, wer kann das schon beim Schnorcheln von sich behaupten? Tauchen ist ein Extremsport und als solcher ist er nun mal auch extrem spannend und macht einfach richtig Laune. Ob spielende Clownfische, grasende Schildkröten, jagende Haie, lauernde Muränen oder ein Kampf mit einem roten Schnapper: Für sowas musst du einfach weiter runter als dich deine Lunge trägt!

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Haie beim Tauchen? Kann vorkommen, ist aber harmlos!


Ja ich will: So kommst du an deinen Tauchschein

Hab ich dich neugierig gemacht? Hoffentlich! Das Tolle am Tauchen ist, dass du mit einem Tauchschein der beiden weltweiten Tauchorganisationen PADI und SSI weltweit anerkannt tauchen kannst. Auch gilt der Tauchschein ein Leben lang und bedarf lediglich einer gewissen Auffrischung nach einer gewissen Zeit ohne Tauchen. Da es weltweit die gleichen Ausbildungskriterien sind, erhältst du auch weltweit die gleichen Tauchscheine. Da kommt es natürlich gelegen, dass ein Tauchschein in z.B. Thailand nur ein Bruchteil von dem kostet, was du in Australien hinlegen musst. Ich habe für meinen ersten PADI-Tauchschein in Thailand umgerechnet etwa 220 Euro bezahlt, den zweiten gab es in Kambodscha für etwa 130 Euro. In Australien am Great Barrier Reef hätte ich für beides zusammen fast eintausend Euro auf den Tisch legen müssen. Und für alle Zweifler: Meine Ausrüstung in Asien war hervorragend, meine Tauchlehrerin eine sehr nette Schweizerin mit besten Ausbilderqualitäten, der hohe Preis in Australien ist überhaupt nicht gerechtfertigt. Also schnapp dir ein PADI-Tauchcenter deiner Wahl (in meinem Fall war das Coral Grand Resort auf Ko Tao und später das Dive Center auf Ko Rong) und hol dir den Schein, der deine Unterwasserträume wahr werden lässt!

Für Abenteurer. Für Träumer. Für dich!

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