Acht Tipps für traumhafte Reisefotos

So holst du das Beste aus deinen Fotos heraus!

1. Nutze das Licht

Licht ist deine wichtigste Waffe! Ob ein Foto gelingt oder in die Hose geht, hängt im Wesentlichen von der Beleuchtung ab. Aus technischer Sicht bedeutet mehr Licht wesentlich schärfere Fotos, höhere Kontraste und lebendigere Farben. Aus künstlerischer Sicht kannst du Licht aber ebenfalls hervorragend einsetzen: Achte bei Fotos von Menschen stets darauf, dass du mit dem Licht fotografierst. Es darf auch gerne von der Seite kommen, sollte aber keinesfalls von hinten leuchten. Vermeiden solltest du übrigens auch nach Möglichkeit die Mittagszeit: Direktes Sonnenlicht ist sehr hartes Licht, das starke Schatten und Kontraste erzeugt. Trotz traumhaftestem Wetter werden deine Fotos dann höchstwahrscheinlich blass und glanzlos. Aber was ist die beste Zeit zum Fotografieren? Die „goldene Stunde“!

Reisefotografie

Licht ist die halbe Miete: Dampfschiff auf dem Lake Wakatipu, Neuseeland

2. Fotografiere zur goldenen Stunde

Die Stunde nach Sonnenaufgang und die Stunde vor Sonnenuntergang wird als „goldene Stunde“ bezeichnet. Die tief stehende Sonne taucht die Landschaft in einen warmen Farbton und erzeugt lange Schatten, die deinen Fotografien Tiefe und Struktur gibt. Vor allem Landschaftsmotive und Aufnahmen von Gebäuden erstrahlen so in völlig neuem Glanz. Probiere es aus, du wirst begeistert sein denn der Unterschied zu anderen Zeiten ist enorm! Ein weiterer toller Vorteil dieser Zeit ist, dass die künstliche Beleuchtung der Menschen auf das natürliche Licht trifft. Am folgenden Bild aus dem Vatikan siehst du, wie es aussieht, wenn künstliche Beleuchtung auf das Licht der untergehenden Sonne trifft. Dieses Foto habe ich damals übrigens mit einem iPhone 5s gemacht, was uns gleich zum nächsten Punkt bringt.

Vatikan

Im Vatikan: Natürliches Licht trifft künstliche Beleuchtung

3. Ausrüstung: Viel hilft oft nicht viel

Der Kauf einer Spiegelreflex-Kamera ist mittlerweile leider fast schon zur Pflicht geworden, wenn es darum geht, die schönsten Reisefotos machen zu wollen. Aber warum eigentlich? Gegen diese Urgesteine sprechen gleich mehrere Punkte: Sie sind schwer, sie sind klobig, sie sind teuer und der wichtigste Punkt: Sie müssen richtig bedient werden. Denn auch eine Spiegelreflex-Kamera macht letztlich nur so gute Fotos, wie der Fotograf dahinter sie schießen kann. Dazu aber in einem späteren Artikel mehr! Kompaktkameras wie z.B. die PowerShot G5 X von Canon – Cosis momentaner Begleiter auf Reisen – liefern mittlerweile Bilder in unfassbar guter Qualität und sind dabei nicht größer als eine Zigarettenschachtel und nicht schwerer als eine Tafel Schokolade. Hier gehts zu unserem Testbericht! Aber auch Bilder aus Oberklasse-Smartphones können heutzutage sehr sehr hochwertig sein. Mit einer richtigen Kamera können die kleinen Wunderwerke aber (noch) nicht mithalten. Für welche Kamera aber auch immer du dich entscheidest, folgender Tip gilt für sie alle:

4. Nutze die bestmögliche Foto-Qualität

So siehts aus! Der Tipp klingt ein wenig überflüssig, ist er aber nicht! Du würdest dich wundern, wie viele Menschen nie einen Blick in die tieferen Einstellungen ihrer Kamera oder ihres Smartphones werfen und so nicht selten Fotos in schlechterer Qualität aufnehmen, als sie es müssten. Frei nach dem Motto „Kleiner gehts hinterher immer, größer aber nicht“ solltest du die Qualitätseinstellung deiner Bilder stets auf dem Maximum lassen. Wenn deine Kamera über einen sogenannten RAW-Modus verfügt, aktiviere diesen. Bilder, die in dieser Qualitätsstufe bzw. diesem Dateiformat aufgenommen werden, nehmen zwar mehr Speicherplatz weg, lassen sich aber hinterher wesentlich angenehmer und besser bearbeiten. Wie gesagt: „Kleiner gehts immer!“

5. Verwende die richtige Nachbearbeitung

Deine Bilder wie die breite Masse durch einen Instagram-Filter zu jagen und das Bild damit als aufgewertet zu bezeichnen, das hat es nicht verdient. Ein gutes Bild braucht Zeit und damit ist neben der Zeit hinter der Kamera auch die Zeit in der Nachbearbeitung gemeint. Wem der Platzhirsch Adobe Photoshop zu umfangreich und vor allem zu teuer ist und wer lieber eine Instagram-ähnliche Bearbeitung von Reisefotos bevorzugt, dem kann ich an dieser Stelle Polarr (Mac, Windows, iOS, Android) empfehlen! Wenn du etwas tiefer in die Fotobearbeitung eintauchen möchtest, möchte ich dir gerne Affinity Photo (MacWindows) ans Herz legen. Ich selbst habe jahrelang mit Photoshop gearbeitet und auch meine Ausbildung zum Mediengestalter damit absolviert. Affinity Photo aber ersetzt es mühelos und ist zudem für einen Bruchteil des Preises von Photoshop zu haben. Großartig!

Affinity Photo in Action

Affinity Photo in Action

6. Beachte die Drittelregel

Hast du schon einmal von der Drittelregel gehört? Sie ist meine liebste fotografische Regel, da sie kinderleicht zu befolgen ist und dabei deutlich spannendere Ergebnisse erzielt. Das Motiv wird hier in z.B. 3×3 Kästchen aufgeteilt. Nun platzierst du dein Hauptmotiv in einem der horizontalen oder vertikalen Drittel, niemals aber in der Mitte. Fotografierst du also z.B. ein Meer und den Himmel, verteile das Bild auf ein Drittel Meer und zwei drittel Himmel oder andersherum. Den Horizont sollte du in diesem Beispiel niemals in der Mitte platzieren. Die Mitte ist normal und normal ist langweilig. In quasi allen Kameras und Smartphones kann man diese Linien übrigens in den Einstellungen auf das Display zaubern, um direkt eine Orientierung zu haben. Bist du ein iPhone-Nutzer, so findest du diese Einstellung unter „Einstellungen > Fotos & Kamera > Raster“. Im folgenden Bild, aufgenommen in Neuseeland, habe ich das mal für dich verdeutlicht. Die spannenden Motive im Bild sollten an den Linien, idealerweise auf den Schnittpunkten liegen. Dazu kommt, dass knapp zwei Drittel des Bildes aus Düne bestehen und ein Drittel des Bildes aus Himmel. Diese Regel kannst du auf nahezu jedes Motiv anwenden!

Reisefotografie

Die Drittelregel

7. Wechsel die Perspektiven

An den vorherigen Tipp schließt sich dieser Tipp nahtlos an: Wechsel die Perspektiven! Die Perspektive, in der wir normalerweise fotografieren, nennt man treffenderweise die Normalperspektive. Alle Fotos, die du aus einer normalüblichen Handposition wie z.B. Brust- oder Bauchhöhe schießt, fallen darunter. Und wie du ja weißt: Normal ist langweilig! Wieso verrenkst du dich für ein schönes Foto nicht einmal, legst dich auf die Straße oder kletterst auf eine Mauer? Klar mag das vielleicht ein wenig schräg aussehen, du wirst dich aber hinterher über ein deutlich spannenderes Foto freuen können. Wie viele andere Kameras auch, verfügt z.B. die zuvor vorgestellte Canon PowerShot G5 X über ein klapp- und schwenkbares Display. Das ist ein extrem nützlicher Vorteil an einer Kamera, den ich niemals mehr missen möchte. Er erlaubt dir außergewöhnliche Perspektiven im Handumdrehen.

Reisefotografie

Die Perspektive machts!

8. Habe Geduld (und eine ruhige Hand)

Okay, klingt nach einem Besserwissertipp, aber es ist einer der wichtigsten Tipps, die ich für dich habe! Habe Geduld! Nicht selten sehe ich auf meinen Reisen Touristen, die sich für die schönsten Momente und Motive einfach keine Zeit nehmen. Manche machen Fotos sogar im Gehen, ohne anzuhalten, schrecklich! Nimm dir Zeit für ein Foto! Ein Foto hält einen einzigartigen Moment fest, der so nie wieder kommt. Es wäre doch schade, würdest du diesen Moment nicht gebührend einfangen können, oder? Ich habe Reisefotos gemacht, für die ich früh aufgestanden, die Nacht wachgeblieben bin oder Stunden auf den richtigen Moment gewartet habe. So extrem musst du es nicht machen aber kurz innehalten und den richtigen Moment abpassen, das hat dein Foto verdient! Denk da nur an die goldene Stunde aus dem zweiten Tipp. Übrigens: Desto dunkler es wird, umso wichtiger ist es, deine Kamera ruhig zu halten. Denn durch das fehlende Licht, wird deine Kamera in den meisten Fällen die Belichtungszeit erhöhen und damit wird eine ruhige Hand umso wichtiger. Ich halte während des Fotografierens dazu immer kurz den Atem an und lege die Kamera an meinen Brustkorb, um das Wackeln durch die Atmung oder die Arme zu verhindern.

Foto

Manchmal braucht es aber auch einfach den richtigen Moment!

 

Für Abenteurer. Für Träumer. Für dich!

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